Walsdorf

Jäger leisten Beitrag für den Naturschutz

Walsdorf — "Wie sähe das Land aus, wenn überhaupt nicht mehr gejagt würde?" Diese Frage stellte der stellvertretende Landrat Johann Pfister (BI) in seinem Grußwort anlässlich der d...
Artikel drucken Artikel einbetten
Gruppenbild mit den Geehrten Foto: p
Gruppenbild mit den Geehrten Foto: p
Walsdorf — "Wie sähe das Land aus, wenn überhaupt nicht mehr gejagt würde?" Diese Frage stellte der stellvertretende Landrat Johann Pfister (BI) in seinem Grußwort anlässlich der diesjährigen Kreishegeschau des Jagdschutz- und Jägervereins Bamberg in Walsdorf. Zuvor hatte der neu gewählte Erste Vorsitzende der Bamberger Jäger, Klaus Teufel, die Ehrengäste begrüßt. Darunter befanden sich viele Vertreter aus Land- und Forstwirtschaft.
Pfister betonte, dass die Jagd für beide Bereiche größte Bedeutung habe, denn ohne die Jagd könnten weder Land- noch Forstwirtschaft wirtschaftlich sinnvoll betrieben werden. "Insbesondere beim Schwarzwild", so Pfister, "sind die Auswirkungen für die Landwirtschaft zum Teil gravierend und erfordern entsprechende Maßnahmen." Die Jagdausübung sei unverzichtbar und die Arbeit der Jäger verdiene auch für ihren Beitrag im Biotopschutz Lob und Anerkennung. Ähnlich sah es der Walsdorfer Bürgermeister Heinrich Faatz (CSU), der das Engagement der Bamberger Jäger insbesondere bei der Vermeidung von Wildschäden durch Schwarzwild hervorhob.
Als besondere Ehrengäste konnten die Bamberger Jäger diesmal den Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), Jürgen Vocke, und die bayerische Jagdkönigin Bettina Frühwald begrüßen.
Dem langjährigen Ersten Vorsitzenden des Jagdschutz- und Jägervereins Bamberg, Valentin Lang, wurde der Ehrenbruch des Bayerischen Jagdverbandes verliehen. Für seine langjährige Tätigkeit als Zweiter Vorsitzender der Bamberger Jäger verlieh Vocke Hubert Weikhart den Eichenkranz in Silber. Weikhart machte sich in den vergangenen Jahren als Schwarzwildexperte bayernweit einen Namen. Den Hubertustaler erhielt für seine 30-jährige Tätigkeit als Schatzmeister des Jagdschutzvereins Josef Groh. Weitere Ehrungen erhielten Karl-Hans Hollet für seine Arbeit als Hegeringsachbearbeiter sowie Ernst Schmidt für sein langjähriges Engagement in der Jägerausbildung. Matthias Erhardt wurde für seine Tätigkeit als Sachbearbeiter Flurbereinigung geehrt, Brigitta Weikhart für ihre Arbeit in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Vereins.
Klaus Teufel hob in seiner Rede besonders hervor, dass zur Jagd nicht nur die tatsächliche Jagdausübung gehöre, sondern es auch einen kulturellen Aspekt gäbe, der durch die drei Jagdhorngruppen des Landkreises Bamberg sehr lebendig sei. Betroffen mache es ihn, wenn die Öffentlichkeit die Jagd nur noch auf das Töten von Tieren reduziere. Die Jagd könne aber nicht ohne den Zusammenhang zur Land- und Forstwirtschaft betrachtet werden. Deshalb werde streng nachhaltig gejagt, deshalb sei der Bayrische Jagdverband anerkannter Naturschutzverband. Dass die Jäger hierbei gute Arbeit leisteten, bestätigte Jürgen Reinwald vom Landratsamt Bamberg in seinem Bericht. Zu 96 Prozent sei der Rehwild-Abschussplan erfüllt worden. Und mit knapp 1700 erlegten Wildschweinen hätten die Jäger bewiesen, dass sie gerade bei dieser sehr schwer zu bejagenden Wildart ihr Handwerk beherrschten. Andreas Brandner


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren