Rödental
Bausenat 

Ja zum Gasthaus "Garden Eden"

Die Stadt legt dem Betreiber eines Herbergsbetriebs in Fornbach keine Steine in den Weg. Allerdings sind allerhand Bestimmungen einzuhalten. Das zu überwachen, ist Sache des Landratsamtes.
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Bürgermeister Marco Steiner steht vor dem Gasthaus "Garden Eden" in Fornbach. Foto: Rainer Lutz
Bürgermeister Marco Steiner steht vor dem Gasthaus "Garden Eden" in Fornbach. Foto: Rainer Lutz
Der "Garden Eden" liegt im Rödentaler Stadtteil Fornbach. Jedenfalls heißt so das Gasthaus von Eduard Banucu, das der Bausenat der Stadt gestern besuchte. Grund war der Antrag des Eigentümers auf eine Nutzungsänderung vom Wohnhaus eben zu einem Beherbergungsbetrieb. Und Banucu hat noch große Pläne.
Der Nutzungsänderung zuzustimmen, fiel dem Senat nicht schwer. "Ich kann mir schon vorstellen, dass man daraus etwas machen kann", hatte Bürgermeister Marco Steiner (FW) beim Ortstermin bereits festgestellt. Nach dem Einverständnis der Stadt ist es Sache des Landratsamtes als Genehmigungsbehörde, auf die Einhaltung von Bestimmungen wie Belegungszahlen oder Brandschutz zu achten.
Der "Garden Eden" soll noch wachsen. Eines der nächsten Ziele von Eduard und Diana Banucu als Bauherren soll der Umbau einer Scheune neben dem Wohnhaus sein. Dort sollen weitere Übernachtungsmöglichkeiten entstehen. Je nach finanziellen Möglichkeiten ist auch der frühere Stall des einstigen landwirtschaftlichen Anwesens noch Ziel von Erweiterungsplänen des Paares. Banucu möchte ihn zum Gasthaus umbauen, mit einem Speisesaal im Obergeschoss, dem früheren Heuboden. Solche Räume finden zurzeit noch keinen Platz im bestehenden Gasthaus. Diese Pläne könnte er sich aber erst in einigen Jahren vorstellen umzusetzen.
Gestrichen hat Banucu die Idee, einen Campingplatz zu schaffen. Auf der anderen Seite des Baches, der das Grundstück trennt, hat er dafür zwar schon eine Wiese so aufgeschüttet, dass eine ebene Fläche entstand. Doch allzu hohe Investitionen wollte er für den Campingplatz nun nicht mehr vornehmen. Die wären aber wohl erforderlich, um eine entsprechende Genehmigung zu bekommen, musste ihm der Bürgermeister beim Besuch des Senats deutlich machen.


Erhebliche Kosten

Es wäre schon wichtig, ein Planungsbüro zu beauftragen, um die erforderlichen Unterlagen für die Bauleitplanung zu erstellen. Fahrzeuge der Camper oder Wohnmobile auf die Fläche zu lassen, würde eine Befestigung erfordern. Sanitäre Anlagen oder ein Stromanschluss würden ebenfalls erhebliche Arbeiten und Kosten erfordern, so die Fachleute von Stadtwerken und Bauamt.
Angesichts dieses Aufwands zog Banucu den Antrag auf Nutzungsänderung für die Fläche zurück, die ein Campingplatz hätte werden sollen. Einen angrenzenden Teich als Badeteich zu nutzen, wäre ebenfalls nur nach erheblichem baulichen Aufwand möglich. Außerdem müsste der Betreiber dann ständig Wasserproben zur Untersuchung einschicken, wenn er Gäste seines Beherbergungsbetriebs dort baden lassen wollte.


Sicherheit für Brückenstraße

Wenn an der Brückenstraße ein weiteres Gebäude für ein Unternehmen gebaut wird, muss Werksverkehr die Straße überqueren, die zu den meistbefahrenen im Stadtgebiet neben den Durchgangsstraßen gehört. Um das sicherer zu gestalten, wird eine Fahrbahnmarkierung für den Überweg angebracht. Ein Blinklicht soll zusätzlich für Aufmerksamkeit sorgen. Eine Begrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde wird es nicht geben.
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