Rattelsdorf
Projekt 

Ist's beim Sportgelände ideal?

Rattelsdorf möchte einen Mehrgenerationenplatz realisieren. Wie es scheint, ist es nicht ganz einfach, auch für die abgespeckte Variante einen geeigneten Standort zu finden.
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Der neue Standort für den Mehrgenerationenplatz? Foto: Renate Neubecker
Der neue Standort für den Mehrgenerationenplatz? Foto: Renate Neubecker
Seit gut zwei Jahren beschäftigt sich der Marktgemeinderat mit dem Thema Mehrgenerationenplatz. Das Vorhaben war eine Idee der Spielplatzkommission. Für diese Begegnungsstätte für Jung und Alt beantragte die Gemeinde Fördermittel aus dem europäischen Förderprogramm Leader. Diese Bezuschussung wurde im September 2015 abgelehnt.
Als neuer Zuschussgeber signalisierte das Amt für Ländliche Entwicklung, dass eventuell eine 50-prozentige Förderung möglich sei. In diesem Fall ist jedoch eine Bürgerbeteiligung erforderlich, zu der jetzt die Gemeindeverwaltung eingeladen hatte.
Bürgermeister Bruno Kellner (VU) berichtete, dass neue Spielplätze in Poppendorf, Mürsbach, Höfen und Medlitz entstanden seien. Investiert wurde auch in die Spielplätze in Rattelsdorf. Für den Spielplatz am "Alten Main" in Ebing floss ein Zuschuss von 4500 Euro.


Leuchtturmprojekt

Den Mehrgenerationenplatz an der Ebinger Straße habe er als Leuchtturmprojekt gesehen. Man könne dieses Projekt in abgespeckter Form jetzt weiterführen. Zwei weitere Alternativen seien möglich. Vorgeschlagen worden sei ein neuer Standort am Sportgelände. Außerdem plädierten 26 Bürger mit einer Unterschriftenliste dafür, auf das Vorhaben ganz zu verzichten, informierte Kellner.
Landschaftsarchitekt Paul Böhmer stellte das Projekt als Erholungslandschaft und grüne Lunge in der Mitte zwischen Rattelsdorf und Ebing vor. In der Planung vorgesehen sind attraktive Spielgeräte für Kinder, ein Jugendbereich und Fitnessgeräte für ältere Semester, nach den Vorschlägen von Tanja Potrykus von der Firma Spielträume.
Im Hinblick auf die EU-Förderung seien einige Dinge eingearbeitet worden, auf die man durchaus verzichten könne, so der Landschaftsarchitekt. Bürgermeister Kellner unterstrich, dass nicht alles in der Planung vorgesehene verwirklicht werden müsse. Mit einem Kostenrahmen von ungefähr 150 000 Euro sei die Durchführung des Projektes machbar.
Die Hauptkritik der anwesenden Bürger richtete sich gegen den vorgesehenen Standort an der viel befahrenen Kreisstraße. Marktgemeinderat Manfred Reindl (CWU) stellte dagegen den Standort am Sportgelände vor. Er meinte hier gebe es nur Vorteile. Abseits der Kreisstraße, sei an der alten B 4 deutlich mehr Verkehrssicherheit vorhanden. Parkplätze gibt es auf dem daneben liegenden Festplatz. Ein Spielplatz für Kleinkinder, das Minispielfeld und ein Beachvolleybal-Feld sind schon da. Außerdem ist das Sportheim bewirtschaftet.
In einer ausführlichen Diskussion kristallisierte sich heraus, dass ein attraktiver Spielplatz für Kinder und Jugendliche notwendig ist, damit die Eltern mit ihren Kindern nicht wie bisher, auswärtige Spielplätze aufsuchen müssen. Der vorgeschlagene Standort am Sportgelände wurde positiv bewertet. Jetzt muss der Marktgemeinderat entscheiden.

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