Bamberg

Iran fast im Viertelfinale

Fussball-Mini-WM   Von den drei Teams aus dem Landkreis Kulmbach schafft es nur der VfR Katschenreuth in die K.o.-Phase.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Katschenreuther Fabian Ramming trifft per Kopf zum 1:0 im Achtelfinale gegen Ecuador (SpVgg Ebing). Links Markus Bär, rechts Felix Müller-Mertel. Fotos: sportpress
Der Katschenreuther Fabian Ramming trifft per Kopf zum 1:0 im Achtelfinale gegen Ecuador (SpVgg Ebing). Links Markus Bär, rechts Felix Müller-Mertel. Fotos: sportpress

von unserem Redaktionsmitglied 
Christian Schuberth

Bamberg — Überraschung: Der Iran hat erstmals die Vorrunde bei einer Fußball-Weltmeisterschaft überstanden. Und fast wären die Kicker in den blütenweißen Trikots sogar ins Viertelfinale eingezogen. Im ersten K.o.-Spiel führte nämlich der Iran gegen den späteren Finalisten Ecuador bis kurz vor Schluss 1:0, um am Ende unglücklich mit 1:2 auszuscheiden.
In den Trikots der beiden Fußball-Zwerge steckten am Samstag natürlich keine echten Nationalspieler, sondern die E-Junioren-Kicker des VfR Katschenreuth (Iran) und der SpVgg Ebing (Ecuador). Fabian Ramming hatte mit seinem Kopfballtor im Achtelfinale die Katschenreuther vom Weiterkommen träumen lassen, doch dann passten sie zwei Mal nicht auf - Ebing dreht die Partie. "Es war schon cool, dass wir überhaupt ins Achtelfinale gekommen sind. Aber dann haben wir halt Pech gehabt", kommentierte Torjäger Fabian Ramming, der schon in der Vorrunde fünf Mal getroffen hatte, das Abschneiden seiner Truppe.
In der Vorrundengruppe F hatten sich die Iraner aus Katschenreuther souverän durchgesetzt. Sie besiegten erst Nigeria (FC Coburg/1:0), dann Argentinien (TSV Lonnerstadt/3:0) und schließlich auch den Kreisrivalen FC Kirchleus alias Bosnien-Herzegowina mit 2:0. "Das Turnier war ein Erlebnis. Meine Mannschaft hat bei der Hitze gut gespielt," sagt Trainer Alfred Ramming.

Hitze ist eine Herausforderung

Überhaupt waren die hohen Temperaturen im Stadion des FC Eintracht Bamberg und auf dem Nebenplatz eine echte Herausforderung für die Kinder. Viel Trinken war angesagt. "Im Stadion war es bis zu 40 Grad war", erzählt Jugendleiter Jörg Träder vom FC Marktleugast. Die Frankenwälder waren 45 Mann hoch nach Bamberg angereist. Die Eltern hatten sich eigens grüne T-Shirts mit dem Aufdruck "Team Algerien" anfertigen lassen und Fahnen dabei. Doch alles Anfeuern half nichts - nach einem 3:1-Sieg gegen Belgien (TSV Scheßlitz) und einem 0:0 gegen Südkorea (SV Hallstadt) hätte den Algeriern im letzten Spiel gegen Rußland (FC Fortuna Roth) ein Unentschieden zum Weiterkommen in Gruppe H gereicht. Die Marktleugaster führten sogar schon 1:0, handelten sich aber in nur drei Minuten drei Gegentore ein. "In der Hitze geht die Konzentration schon mal flöten", hat Jörg Träder Verständnis. Überhaupt dürfe man nicht vergessen, dass gerade bei Kindern "viel von der Tagesform abhängt" - deswegen überwiegen die positiven Eindrücke des Ausflugs mit anschließender Einkehr in Wiesen bei Staffelstein. Auch Leon Träder ist etwas traurig, schließlich hätte sein Team "weiterkommen müssen." Trotzdem spricht auch der Elfjährige von einem "großen Erlebnis". Und vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal besser. "Wir wollen schon wieder mal mitmachen", sagt Leon.

Tränen beim FC Kirchleus

Enttäuschung über das frühzeitige Aus in der Vorrunde herrschte auch beim FC Kirchleus. Sogar ein paar Tränen flossen. "Wir waren aber selber schuld, denn wir haben im ersten Spiel gegen Argentinien zu 90 Prozent das Spiel gemacht und 0:1 verloren", sagt Trainer Markus Pistor. Nachdem seine Jungs gegen Nigeria sogar 0:3 unterlagen, "war die Luft raus".
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren