Lochau

Investor hält am Windpark fest

Streitfall  Acht Windräder sind zwischen Thurnau und Eckersdorf an der Landkreisgrenze Bayreuth-Kulmbach geplant. Gegner ziehen vor Gericht. Doch auch das Planungsunternehmen Primus-Energie hat Klage eingereicht.
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Acht Windräder sind an der Landkreisgrenze geplant. Zwei will Primus-Energie auf Thurnauer Seite bei Lochau errichten. Foto: Symbolbild/dpa
Acht Windräder sind an der Landkreisgrenze geplant. Zwei will Primus-Energie auf Thurnauer Seite bei Lochau errichten. Foto: Symbolbild/dpa
von unserem Redaktionsmitglied 
Alexander Hartmann

Thurnau/Eckersdorf — Es ist ein umstrittenes Windpark-Projekt, über dessen Umsetzung jetzt das Verwaltungsgericht entscheiden wird. Acht Windräder sind an der Landkreisgrenze zwischen Bayreuth und Kulmbach geplant: zwei auf Thurnauer Seite bei Lochau, sechs auf Eckersdorfer Seite.
Seit Jahren kämpft das Planungsunternehmen Primus-Energie aus Regensburg um die Realisierung, auch gegen den Widerstand vieler Bürger, die das 40-Millionen-Euro-Projekt verhindern wollen. Primus-Energie hat zwar die Baugenehmigung erteilt bekommen, ob gebaut werden darf, steht aber noch lange nicht fest.

Der Tierschutz

Wie das Bayreuther Landratsamt bestätigt, wurden Klagen hinsichtlich der Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz eingereicht. Drei Nachbarn sowie die Jagdgenossenschaft haben den Klageweg beschritten und berufen sich unter anderem auf ein Fachgutachten, nachdem sich auf dem Areal geschützte Tierarten befinden.

Gegen den Stillstand

Doch auch Primus-Energie klagt wegen der Auflagen, die bezüglich des Naturschutzes erteilt wurden. Die Windräder müssten demnach zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten still stehen, was den wirtschaftlichen Betrieb erschweren würde, wie Primus-Geschäftsführer Jürgen Meyer-Menz feststellt. "Wir halten diese Beschränkungen für fragwürdig und lassen sie deshalb vom Verwaltungsgericht überprüfen, sagt Meyer-Menz.
Auf Thurnauer Seite waren anfangs schon mal fünf Windräder geplant, jetzt wären es "nur" noch zwei. Ob die allerdings gebaut werden? Im Thurnauer Rathaus hat man erst in den vergangenen Tagen von den anhängigen Klagen erfahren. Verwaltungsleiter Hans-Peter Ströbel. "Wir haben bei Primus-Energie angefragt, ob das Unternehmen an dem Projekt festhält, und warten auf eine Antwort."

Ein langes Verfahren?

Die gibt Geschäftsführer Jürgen Meyer-Menz der BR: "Wir halten an dem Windpark fest, auch wenn wir nicht wissen, was draus wird." Bis über die Klagen entschieden wird, wird wohl noch einige Zeit vergehen. "Die Dauer der Klageverfahren kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden", heißt es dazu aus dem Bayreuther Landratsamt.



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