Ebersdorf

Interne Querelen: Ebersdorfer SPD-Spitze tritt in Teilen zurück

Dennis Busch gehört nicht mehr der SPD-Fraktion des Ebersdorfer Gemeinderates an. Dies teilte er am Mittwoch mit um, wie er betont: "Gerüchten und Mutmaßung...
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Dennis Busch gehört nicht mehr der SPD-Fraktion des Ebersdorfer Gemeinderates an. Dies teilte er am Mittwoch mit um, wie er betont: "Gerüchten und Mutmaßungen vorzugreifen."
Bereits seit Monaten andauernde Auseinandersetzungen, sowohl in der SPD-Fraktion im Ebersdorfer Gemeinderat als auch im Vorstand des SPD-Ortsvereins Ebersdorf, haben in der letzten Woche zum Rücktritt
von drei Vorstandsmitgliedern des Ortsvereins geführt, so Dennis Busch. Bereits im Dezember hat ein Fraktionsmitglied aufgrund von internen Zerwürfnissen den Austritt aus der SPD-Fraktion erklärt. Busch: "Aufgrund dieser Entwicklungen sehe auch ich leider keine Grundlage für eine vertrauensvolle Arbeit in der Fraktion mehr. Ich habe daher schon am 16.März schweren Herzens dem Bürgermeister gegenüber meinen Austritt aus der SPD-Fraktion erklärt." Er werde bis auf weiteres als fraktionsloser Gemeinderat gemeinsam mit dem fraktions- und parteilosen Gemeinderatsmitglied Achim Fischer eine Ausschussgemeinschaft bilden. "Wir haben ähnliche politische Einstellungen, das passt", sagte dazu Busch. Der Anschluss an eine andere Fraktion oder gar ein Übertritt in eine andere Partei stehe aber keinesfalls zur Debatte.
Busch hat auch sein Amt als Mitglied des Vorstands im SPD-Ortsverein Ebersdorf niedergelegt. Dazu sagt er: "In der Hoffnung auf eine langfristig positive
Entwicklung verbleibe ich aber bis auf weiteres in der SPD, deren weitaus meisten Mitgliedern gegenüber ich mich noch immer sehr verbunden fühle."
Nach Buschs Worten waren in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Vermittlungsversuche, auch mit externer Unterstützung unternommen worden, jedoch immer auch gescheitert. Jetzt sei für ihn das Fass zum Überlaufen gekommen. "Ich betrachte die neu entstandene Situation alles in Allem gesehen als Chance", erklärte Busch, und: "Ich hoffe, es fällt allen Beteiligten nun leichter, endlich wieder gemeinsam und auf rein sachlicher Ebene für das Wohl der Gemeinde zu arbeiten." Bei den Querelen sei es mehr um persönliche Dinge gegangen. Politische Themen hätten keine große Rolle gespielt. Das Vertrauen in die Zusammenarbeit sei eben nicht mehr da gewesen. red

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