Kronach

Individuelle Pflegepakete für Senioren

Veronika Schadeck Ab Montag, 1. August, wird es im BRK-Kreisverband mit dem "Senioren-Lotsen" ein Beratungszentrum geben. Rund um die Uhr und das an sieben ...
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Veronika Schadeck

Ab Montag, 1. August, wird es im BRK-Kreisverband mit dem "Senioren-Lotsen" ein Beratungszentrum geben. Rund um die Uhr und das an sieben Tagen die Woche - auch an Sonn- und Feiertagen - werden Mitarbeiter des Wohlfahrtsverbandes Hilfesuchenden Auskunft geben.
Als Beratungsleistungen werden in den Bereichen unter anderem ambulante, Palliativ-, Kurzzeit- und Tagespflege angeboten. Es gibt auch Rat, wenn es darum geht, Angehörige und zu Pflegende durch den Prozess der Einordnung in die Pflegestufen zu bringen, oder welche Hilfeleistungen im Hospiz geboten werden. Weiterhin geht es darum, Angehörige von Demenzkranken zu unterstützen. Die Betroffenen sollen wissen, was auf sie zu kommt, was beachtet werden muss oder welche familienentlastenden Dienstleistungen in Anspruch genommen werden können. Wie der Organisator des "Senioren-Lotsen", Wolfgang Stumpf, auf FT-Anfrage erläuterte, geht es darum, den Hilfesuchenden individuelle Pflegepakete zusammenzuschnüren. Denn jeder Mensch und jeder Fall ist anders. Der BRK-Kreisgeschäftsführer, Roland Beierwaltes, sprach die demografische Entwicklung im Landkreis an. Oftmals wohnen die Angehörigen nicht in derselben Ortschaft, sind in anderen Landkreisen beschäftigt.


Ein Berg von Fragen

In der Regel beschäftigen sich die Bürger nicht mit dem Thema "Pflege", bis sie selbst oder ein Familienmitglied betroffen sind. Dann herrscht oft Ratlosigkeit. Die Angehörigen stehen vor einem Berg von Fragen. Hier soll nun das Beratungszentrum Abhilfe schaffen. Über die zentrale Rufnummer 09261/6072777 können Anfragen rund um die Uhr gestellt werden. Die Telefonisten nehmen die Situation beziehungsweise Anfragen auf und vermitteln Experten zu den jeweiligen Anfragen. Die eigentliche Beratung wird telefonisch oder in einem der BRK-Häuser durchgeführt.
Ziel sei es laut Beierwaltes, dass Betroffene so lange wie möglich zu Hause wohnen können. Das will auch der Gesetzgeber. Deshalb tritt im kommenden Jahr ein neues Pflegestärkungsgesetz in Kraft. Die Pflege daheim soll dann mehr Berücksichtigung finden. Beierwaltes weiß schon jetzt: "Da ist Beratungsbedarf vorhanden."
Zudem sind Selbsthilfegruppen für Demenzkranke sowie Schulungen zu den Themen Demenz, Pflege und Recht geplant. Zudem sollen feste Sprechstunden etabliert werden.
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