Lichtenfels

In die Ferne zieht's fast keine(n)

Was planen die Abgänger des Meranier-Gymnasiums und bleiben sie dem Landkreis erhalten?
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Mit Erreichen des Abiturs beginnt der Ernst des Lebens. Das wissen auch Sophie Hößel, Rebecca Eckert, Tobias Grießer, Chiara Eckert und Patricia Eberth. Vier aus dem Quintett standen Rede und Antwort. Was sie eint, ist eine leichte Traurigkeit über das Auseinandergehen.  Foto: M. Häggberg
Mit Erreichen des Abiturs beginnt der Ernst des Lebens. Das wissen auch Sophie Hößel, Rebecca Eckert, Tobias Grießer, Chiara Eckert und Patricia Eberth. Vier aus dem Quintett standen Rede und Antwort. Was sie eint, ist eine leichte Traurigkeit über das Auseinandergehen. Foto: M. Häggberg
Abitur 2017 - bestanden und was nun? Was planen die Schulabgänger und bleiben sie dem Landkreis erhalten? Der FT hatte da ein paar Fragen.

Was steht bei Ihnen nach dem Schulentlass an?
Tobias Grießer (19) aus Theisau: Ein Studium zum Lehrer. Am liebsten für Gymnasium oder Fachoberschule.
Patricia Eberth (19) aus Kleukheim: Ich mache eine Ausbildung zur Steuersekretärinanwärterin. Studieren will ich erst mal nicht.
Chiara Eckert (18) aus Bad Staffelstein: Ich will Grundschullehrerin werden.
Rebecca Eckert (18) aus Bad Staffelstein: Ich möchte in eine künstlerische Richtung studieren. Regie oder Kostümbildnerin finde ich interessant.

Zieht es Sie in die Ferne oder bleiben Sie lieber im Landkreis?
T. G: Im Landkreis nicht unbedingt, aber im Regierungsbezirk (Oberfranken).
P. E: Ich will lieber da bleiben.
C. E: Das Berufsleben wäre im Landkreis gut, das Studium in Bamberg.
R. E: Grundsätzlich bliebe ich gerne im Landkreis. Ich mag meine Heimat schon, aber ich würde gerne mal die Welt bereisen - England oder USA wären schön.

Der Landkreis und die Stadt Lichtenfels hoffen auf Rückkehrer - wie bewerten Sie das?
T. G: Das soll den Leuten selbst überlassen sein. Es ist problematisch, wenn nur noch ältere Leute im Kreis leben. Solche Projekte wären da schon zu fördern.
P. E: Schwierig. Einerseits gibt es viele, die wie ich denken und gerne zurückkämen, andererseits: Wenn es woanders spannender ist ...
C. E: Ich finde eigentlich, dass die Region schon schön ist. Aber es wäre besser, wenn es mehr Möglichkeiten für junge Leute gäbe.
R. E: Ich denke, ohne dass Veränderungen stattfinden, wird das nicht möglich sein.
 
Mal angenommen, Sie lernen in der Ferne Ihren Lebenspartner kennen - würden Sie ihn vom Obermain zu überzeugen suchen?
T. G: Na da ist es schön, freilich. Ich würde sie schon überzeugen wollen.
P. E: Auf jeden Fall.
C.E: Ich würde ihn auch überzeugen wollen. Wenn es nicht geht, wäre es aber auch okay für mich und ich bliebe dort.
R. E: Wenn ich jemanden kennenlerne und mir würde es auch dort gefallen, dann wäre das kein Problem für mich.


Eines verbindet derzeit aber alle. Eine leichte Traurigkeit darüber, dass bekannte Bande und Freundschaften wohl auch auseinandergehen werden.

Die Fragen stellte
Markus Häggberg
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