Rödental

In den 15 Jahren seit der Gründung hat sich der Awo-Treff gemausert

Im Awo-Treff am Bürgerplatz in Rödental tut sich etwas. Die Leiterin der Einrichtung, Natalia Richter, berichtete dem Stadtrat bei seiner Sitzung am Montag ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Awo-Treff am Bürgerplatz in Rödental ist eine gut besucht Einrichtung mit einem breiten Angebot für alle Generationen. Foto: Rainer Lutz
Der Awo-Treff am Bürgerplatz in Rödental ist eine gut besucht Einrichtung mit einem breiten Angebot für alle Generationen. Foto: Rainer Lutz
Im Awo-Treff am Bürgerplatz in Rödental tut sich etwas. Die Leiterin der Einrichtung, Natalia Richter, berichtete dem Stadtrat bei seiner Sitzung am Montag von 2486 Veranstaltungen, die es im vergangenen Jahr im Treff gegeben hat.
60 ehrenamtliche Mitarbeiter waren dafür in 2912 Stunden im Einsatz, so Richter. Das Engagement der Helfer fällt dabei sehr unterschiedlich aus. Leisteten manche in Einzelveranstaltungen gerade drei Stunden, waren andere permanent in Kursen und anderen Angeboten im Einsatz und brachten es auf 260 Stunden im Jahr. Rechnete sie alles zusammen, komme sie auf einen Wert von über 60 000 Euro, der so in der Stadt erbracht worden sei, sagte Richter. Dabei läge der Stundensatz bei 21 Euro.


Nicht nur Geld wert

Doch der Stadtrat bewertet die Arbeit im Treff keineswegs rein nach materiellen Gesichtspunkten. Bürgermeister Marco Steiner (FW) zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Angebote im Treff. "Es wird ständig auch nach etwas Neuem gesucht und immer wieder etwas ausprobiert", lobte er die Arbeit von Natalia Richter.


Beratung ist wichtig

Zu den Kernaufgaben des Treffs gehört es, ältere Menschen, aber auch Familien, allein erziehende Mütter und Väter oder Jugendliche in schwierigen Situationen zu unterstützen. 461 Beratungsgespräche mit 489 Bürgern dokumentierte das Team des Treffs im Jahr 2016.
Vor allem ist das Haus am Bürgerplatz eine Begegnungsstätte. Es sind vor allem Senioren, die hier die breite Palette von Möglichkeiten nachfragen. Sie bilden sich weiter oder halten sich geistig fit bei Sprach- oder Computerkursen, Yoga, Qi Gong, mit der Galileo-Therapie, wandern gemeinsam oder trainieren ihre Motorik. Sie treffen sich zu Rate- oder Kartenspielen, zum Volksliedersingen oder Handarbeiten, bemühen sich um die Integration von Flüchtlingen oder betätigen sich als Lese- oder Sprachpaten.
Ganz bewusst setzt Natalia Richter bei ihrer Arbeit auf Generationen übergreifende Projekte. Es gibt ein Eltern-Bildungs-Café, Bewegungsspiele und eine Multimediawerkstatt. Beim "Boys Day" werden Jungen an soziale Berufe herangeführt, die vielfach noch als typisch für Mädchen angesehen werden. Als Einzelveranstaltungen werden Vorträge oder Gedichtnachmittage angeboten. Und: "Der Grillnachmittag wird immer beliebter", sagt Natalia Richter.


Seit 15 Jahren etabliert

In diesem Jahr besteht der Treff am Bürgerplatz seit 15 Jahren. "Seit zwölf Jahren werden wir durch die Stadt finanziell unterstützt", erinnert Ingrid Klingler-Joppich von der Geschäftsführung des Awo-Kreisverbandes. In den ersten Jahren war der Treff mit Spendengeldern als Anschubfinanzierung aufgebaut worden.
Welche beachtliche Entwicklung die Arbeit dort seit der Gründung genommen hat, zeigt Klingler-Joppich anhand der Zahl der Teilnehmer an Veranstaltungen in der Einrichtung auf. 2004 wurden mit 719 Veranstaltungen 4644 Teilnehmer erreicht. Mit den 2486 Veranstaltungen des vergangenen Jahres stieg die Zahl der Teilnehmer auf 12 557.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren