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Kulmbach

In St. Hedwig gab es Impressionen von einer berührenden Indienreise

"In den Waisenhäusern wurden wir mit Gesang begrüßt. Die Kinder haben viel gelacht und wollten mit uns spielen", berichtet der 69-jährige Gerhard Heinz aus ...
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Reiseteilnehmerin Gunda Fischer aus Neudrossenfeld überreicht ein Geschenk im Heim für Straßenkinder in Mumbai. Foto: privat
Reiseteilnehmerin Gunda Fischer aus Neudrossenfeld überreicht ein Geschenk im Heim für Straßenkinder in Mumbai. Foto: privat
"In den Waisenhäusern wurden wir mit Gesang begrüßt. Die Kinder haben viel gelacht und wollten mit uns spielen", berichtet der 69-jährige Gerhard Heinz aus Kulmbach. Er war einer von 13 Teilnehmern, die im Februar mit dem Pfarrer Thomas Muttam dessen Heimatland Indien besuchten, unter anderem um sich ein Bild zu machen von den Hilfsprojekten der Kinderstiftung Hoffnungsstrahl.
Am Sonntag nach dem Gottesdienst servierte Brigitte Wolpert vom Pfarrgemeinderat im Pfarrzentrum St. Hedwig indisches Essen. Im Anschluss fand ein Bild- und Videovortrag mit Impressionen der Indienreise statt, den Reiseteilnehmer Frank Juraschek aus Neudrossenfeld zusammengestellt hatte. Michael Heckel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung Hoffnungsstrahl, führte durch die Präsentation.
Zwar wurde die Stiftung für behinderte und verwaiste Kinder in Indien erst vergangenes Jahr gegründet, doch trägt sie schon Früchte. Das Behindertenheim Snehalaya, übersetzt "Heim der Liebe", hat einen Anbau bekommen. Was derzeit noch ein Rohbau ist, soll bald eine Behindertenwerkstatt werden. Auch in Indien gibt es bürokratische Vorschriften." "Mit einer Behindertenwerkstatt wollen wir den Kindern eine Chance geben, im Leben zurechtzukommen", so Heckel. "Noch reichen die Gelder nicht, um die Werkstatt fertigzustellen. Vor allem brauchen wir Mittel für Geräte und Einrichtung", erklärt Pfarrer Thomas Muttam.
Neben dem Behindertenheim in Pune, unterstützt die Stiftung Hoffnungsstrahl ein Waisenhaus für Straßenkinder in Mumbai, eine "Schule auf Rädern" für Kinder in den Elendsvierteln und ein Schülerheim für benachteiligte Ureinwohner Indiens. Das alles sind relativ kleine Projekte. Insgesamt profitieren im Moment mehr als hundert Kinder von den Stiftungsgeldern, bedürftig sind viele Tausende. Das hält Pater Muttam nicht ab, zusammen mit seinen Mitstreitern, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. "Jedes Leben, das wir retten können, zählt", sagt er.
Mit der gemeinsamen Indienreise habe er den Kulmbachern zeigen wollen, was ihre Spenden bewirken. Die Bilder und Videos zeigen lachende Kinder, die die Besucher aus Deutschland mit viel Tanz und Gesang empfangen. "Es ist beeindruckend, wie liebevoll die Betreuer mit den Kindern umgehen und die Kinder untereinander", sagt die 67-jährige Roswitha Jersch aus Kulmbach. Mehrere Inlandsflüge und Busfahrten führten die Reisegesellschaft nicht nur zu den Projekten der Stiftung Hoffnungsstrahl, sondern auch zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie dem berühmten Mausoleum Tadsch Mahal, dem nach seiner Form benannten Lotustempel sowie dem Grab des Weltveränderers Mahatma Gandhi. Reiseteilnehmer Gerhard Heinz berichtet von seinen Eindrücken: "Indien und Deutschland ist ein Unterschied wie Tag und Nacht." Selbstverständlich nahm Pater Muttam seine Reisegesellschaft auch mit zum Gottesdienst, der in Indien mehr von Musik und Gesang geprägt ist als hierzulande.
"Wir sind mit westlichen Ansichten nach Indien gegangen. Armut und Elend waren frappierend, doch es ist überraschend, wie viele Menschen in der Öffentlichkeit lachen", so Heckel. Als Nächstes ist ein Infostand am Kulmbacher Altstadtfest geplant mit indischen Köstlichkeiten.
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