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Herzogenaurach

In Rimpar wartet ein letzter Kraftakt

Vier Stunden Autofahrt und einmal noch 60 Minuten Volldampf auf dem Spielfeld, dann ist die Bayernliga-Saison für die Handballerinnen der Turnerschaft Herzo...
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Vier Stunden Autofahrt und einmal noch 60 Minuten Volldampf auf dem Spielfeld, dann ist die Bayernliga-Saison für die Handballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach beendet. Erfolgreich, wie sich in Anbetracht der personellen Engpässe durchaus sagen lässt. Lediglich zweimal in immerhin 26 Stunden Spielzeit (ohne Pokal) war Trainer Hans-Jürgen Kästl in der Lage, den vollen Kader aufzubieten, ansonsten mühte man sich situationsbedingt mehr oder weniger mit Notbesetzungen durch die anspruchsvolle Spielzeit.
Die letzte Begegnung führt das Team am heutigen Samstag zum Aufsteiger SG DJK Rimpar, eine Mannschaft die theoretisch noch abstiegsgefährdet ist und deshlab noch einmal alles in die Waagschale werfen wird. Davon unabhängig erinnern sich die TSHlerinnen noch mit einigem Unbehagen an das Hinspiel kurz nach der Winterpause, als sie recht indisponiert wirkten und mit 23:25 verloren. Es war eine von insgesamt drei Heimpleiten des Kästl-Teams. Rimpar erwies sich damals als enorm kampfstark, hatte in Torfrau Jennifer Mathan einen tollen Rückhalt und mit Juliane Wenke eine überragende Angreiferin, die kaum zu bändigen war. So reichten der TSH selbst mehrfache Vier-Tore-Führungen nicht mehr aus, um sich über die zweite Spielhälfte zu retten.


Keine Wunderdinge erwarten

Auch für heute beschleicht Kästl ein ungutes Gefühl, denn er muss auf Saskia Probst und Steffi Mittasch verzichten und sieht sein Team deshalb in der Außenseiterrolle. Immerhin hat Tanja Küffner mit Haspo Bayreuth die Saison bereits beendet und steht der TSH mit ihrem Zweitspielrecht zur Verfügung. Aber auch von ihr sind nach einer kräftezehrenden Saison mit Doppelbelastungen keine Wunderdinge zu erwarten.
"Wir wollen die Scharte aus dem Hinspiel auswetzen und nicht fahrlässig an der Beantwortung der Abstiegsfrage mitwirken. Bei einem günstigen Verlauf der anderen Spiele könnten wir es sogar noch auf Rang 5 schaffen. Das ist ein zusätzlicher Anreiz für uns", sagt Kästl. In der Tat wäre das die beste Platzierung der TSH-Damen in ihren sechs Jahren Bayernliga-Zugehörigkeit. Vielleicht lassen sich die schon jetzt spürbare Vorfreude auf die Rückkehr von Torfrau Martina Ebersberger und Küffner sowie weitere anstehende personelle Stabilisierungen in positive Energie umwandeln, sodass die Herzogenauracherinnen zum Saisonausklang mit der nötigen Leichtigkeit noch einmal einen starken Auftritt hinlegen können. Eine Niederlage in Rimpar wäre aber zu verschmerzen. vos

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