Friesen
Bezirksliga Ost 

In Friesen geht's heute um den Titel

Im Spitzenspiel erwartet die Reichel-Truppe den BSC Saas Bayreuth. Anstoß ist um 18.45 Uhr.
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Nach dem Ausfall mehrerer Leistungsträger musste der Friesener Trainer Peter Reichel in den vergangenen Wochen verstärkt auf junge Akteure wie Nico Gehring (Mitte) bauen. Diese machten ihre Sache bislang sehr gut. Rechts Spielleiter Detlef Dawel. Foto: Heinrich Weiß
Nach dem Ausfall mehrerer Leistungsträger musste der Friesener Trainer Peter Reichel in den vergangenen Wochen verstärkt auf junge Akteure wie Nico Gehring (Mitte) bauen. Diese machten ihre Sache bislang sehr gut. Rechts Spielleiter Detlef Dawel. Foto: Heinrich Weiß
Noch sind zwei Spieltage in der Bezirksliga Ost zu absolvieren, aber heute Abend könnte schon mehr als eine Vorentscheidung fallen, wer als Meister in die Landesliga aufsteigen wird und wer in die Relegation gehen muss. Im letzten Nachholspiel stehen sich nämlich ab 18.45 Uhr der SV Friesen und der BSC Saas Bayreuth gegenüber.
Die Gäste gehen mit einem Punkt Vorsprung in dieses Topspiel. Sie können diesen Vorsprung somit auf vier Zähler ausbauen und bräuchten danach nur noch einen Sieg zum Titel. Andererseits hat der SV Friesen die große Chance, die Bayreuther an der Tabellenspitze abzulösen. Dann lägen sie zwei Punkte vorn und bräuchten aus den letzten beiden Spielen "nur" noch vier Zähler, um die sofortige Rückkehr in die Landesliga perfekt zu machen.


Auf Sieg spielen

Sollte es heute keinen Sieger geben, müsste die Truppe von Peter Reichel wohl zweimal gewinnen und auf einen erneuten Ausrutscher des BSC Saas hoffen. Aber darauf will man es im Lager der "Grün-Weißen" lieber nicht ankommen lassen. "Wir müssen normalerweise auf Sieg spielen. Und ich hoffe, dass wir diese Chance nutzen können", sagte der Friesener Trainer, der seine Schützlinge für das Topspiel gewappnet sieht.
Seine Hoffnung gründet sich auch auf dem Hinspiel, das die Friesener völlig verdient mit 2:1 für sich entscheiden konnten. Das Gegentor kassierten sie damals erst kurz vor Schluss. Sollten sie heute nicht verlieren und beide Mannschaften wären am Ende punktgleich, dann würde der bessere direkte Vergleich für den SV sprechen.


Bestes Auswärtsteam

Dass die Friesener vor einer immens schweren Aufgabe stehen, ist dem Trainer bewusst. "Die Bayreuther sind die beste Auswärtsmannschaft und haben in der Fremde kein einziges Spiel verloren und nur dreimal unentschieden gespielt", weiß er. Auch beim 2:2 am Sonntag in Regnitzlosau wusste der BSC Saas spielerisch zu überzeugen, versäumte es aber, seine taktische und läuferische Überlegenheit in einen Sieg umzumünzen.
Der SV Friesen muss sich andererseits keineswegs verstecken, denn das Frankenwaldstadion hat sich in dieser Saison bislang als Festung erwiesen. Elf Siege und ein Remis sind die stolze Bilanz vor heimischem Publikum. Die Friesener werden also auf jeden Fall die Saison als beste Heimmannschaft abschließen, obwohl sie noch dreimal daheim antreten können.
Peter Reichel erwartet angesichts dieser Konstellation ein reines Nervenspiel, vor allem dann, wenn es kurz vor Schluss unentschieden stehen sollte. Dann würde sich nämlich die Frage stellen, ob eine oder gar beide Mannschaften damit zufrieden wären oder ob eine von ihnen die Entscheidung sucht. "Als Spieler habe ich solche Situationen geliebt", erzählt Reichel, der seiner jungen Truppe sehr wohl zutraut, dass sie diese Herausforderung meistern kann. Da in den vergangenen Monaten drei Leistungsträger ausgefallen sind, musste er auf junge Akteure wie Nico Gehring oder Maximilian Zapf bauen, und sie haben ihre Sache bislang hervorragend gemacht.
Beim 2:0-Erfolg gegen den TSV Neudrossenfeld II am Sonntag musste Hannes Nützel passen, und Maximilian Sesselmann musste verletzt ausgewechselt werden. Beider Einsatz ist heute noch fraglich.
Weiterhin hofft der Trainer auf gute äußere Bedingungen und auf zahlreiche Zuschauer. Reichel: "Die Mannschaft hätte es verdient, vor einer großen Kulisse anzutreten." Es dürfte nicht die letzte sein, egal wie das Ergebnis heute lautet. Bei einem Heimsieg könnten die Friesener den Titel mit weiteren Erfolgen gegen Thierstein und Mistelbach aus eigener Kraft unter Dach und Fach bringen. Und sollte es am Ende "nur" für Platz 2 reichen, stünde die Relegation ins Haus. "Darauf könnte ich aber gerne verzichten", sagt Peter Reichel.
SV Friesen: Kirschbauer/Bauer - Woitschitzke, Zwosta, Sesselmann (?), Scholz, Baier, Münch, Zapf, Nützel (?), Wiebach, Daumann, Firnschild, Müller, Gehring. han

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