Baunach

"In Baunach wohnt man gerne"

Bilanz  Ein rundum positives Bild zeichnete Bürgermeister Ekkehard Hojer in seinem Jahresabschlussbericht vor dem Stadtrat.
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Baunach — Es sind wahrlich erfreuliche Zahlen, die da in der letzten Stadtratssitzung in diesem Jahr im Baunacher Rathaus genannt wurden: Die Gewerbesteuer stieg von 2,7 Millionen Euro in 2013 auf nunmehr 3,6 Millionen Euro. Dies bedeutete allerdings auch, dass die Kreisumlage an den Landkreis Bamberg von 1,1 Millionen auf 1,7 Millionen anwuchs. Gewachsen ist auch die Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft auf nun 489 000 Euro, die Aufwendungen für die Schule sind hier bei sinkenden Schülerzahlen ursächlich.
"In Baunach wohnt man gerne", konstatierte Bürgermeister Ekkehard Hojer (CCB) angesichts der positiven Bevölkerungsentwicklung. Ein Mangel an Bauplätzen und Wohnungen stehe indes einem noch schnellerem Wachstum im Wege. Trotz großer Investitionen konnte der Schuldenstand von 1,555 Millionen Euro auf 1,423 Millionen gesenkt werden. Fast von der Außenwelt abgeschnitten war Baunach bei der Sanierung der B 279 mit Flüsterasphalt, verbunden damit war der Austausch aller Schieber und Kanalschächte an der B 279. Bewerkstelligt wurde der letzte Bauabschnitt am Bürgerhaus mit dem Parkplatz und der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage mit 26,77 KWp.
Ein Novum im Kreis ist der Einbau einer öffentlichen Toilette am Rathaus, erweitert wird derzeit die Kindertagesstätte St. Magdalena, die Einweihung ist Ende Januar vorgesehen. Auch im nächsten Jahr wird die Stadt Baunach sich weiterentwickeln. Hierzu gehören die Anschaffung eines Feuerwehrautos 11/1, der Breitbandausbau auf bis zu 50 M/Bit, die Sanierung der Schule, die Einhausung der Hölzernen Männer, die Sanierung der Baunachbrücke, die Erschließung von Baugebieten und der Kanalbau in Godelhof Anfang nächsten Jahres. Auf eine neue Sportanlage darf sich auch die Schule freuen. Hier habe, so Hojer, die Regierung eine Förderung von 40 Prozent zugesagt. Entstehen sollen ein Spielfeld, eine 100 m-Bahn, ein Beachvolleyball-Feld und ein Allwetterplatz. Auch für eine neue Turn-Mehrzweckhalle wurde eine Förderung in Aussicht gestellt.

Bücherei sehr zufrieden

Am zu Ende gehenden Jahr standen naturgemäß Jahresabschlussberichte an. Von einem erfolgreichen Jahr berichtete Melanie Schmitt für die Stadtbücherei Baunach. Die Erwartungen übertroffen habe die Entscheidung des alten Stadtrates, die Bücherei im Bürgerhaus zu etablieren. Derzeit gäbe es 776 aktive Leser, 26 100 Ausleihen und über 30 Veranstaltungen im Jahr 2014, mit einer Lesewoche vor kurzem als Höhepunkt. "Die Stadtbücherei ist zu einem Treffpunkt für Jung und Alt, zu einer Begegnungsstätte geworden", freute sich Melanie Schmitt und hob dabei insbesondere die vorbildliche Zusammenarbeit mit Schulen und Kindertagesstätten hervor.
Von einer Vielzahl von Veranstaltungen berichtete die Seniorenbeauftragte Maria Reich mit Wanderungen, Vorträgen, Fahrten und Seniorennachmittagen. Der Jugendbeauftragte Luigi Da Vita will die Zusammenarbeit mit den Jugendbeauftragten innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft intensivieren, um damit gemeindeübergreifend Veranstaltungen anbieten zu können. Die Behindertenbeauftragte Heyke Koch lobte die Bemühungen der Stadt, die Barrierefreiheit weiter zu verbessern, sah aber insbesondere beim Marktplatz noch Handlungsbedarf. Sie regte die Einrichtung eines Fahrdienstes für ältere Mitbürger an, die sich für Arzt- oder Therapeutenbesuche oft kein Taxi leisten könnten.
Als eigenen Tagesordnungspunkt behandelte der Stadtrat den Antrag von Sabine Saam (CSU), die sich für die Zugänglichkeit und die Barrierefreiheit im Bürgerhaus Lechner-Bräu einsetzte. Es handele sich hier um einen Planungsfehler, argumentierte das Stadtratsmitglied, das selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist. Hojer hielt entgegen, dass die Barrierefreiheit laut DIN 18040 eingehalten wurde. Ein elektronischer Türantrieb sei bei der aktuellen Konstruktion nicht möglich. Es müssten die Türprofile ausgetauscht werden, dies verursache Kosten von etwa 8000 Euro netto pro Tür, betroffen sind drei Eingangstüren. Hojer empfahl, auf das für 2015 zu erwartende Programm "Bayern barrierefrei" des Freistaates zu warten und dann mit entsprechenden Fördergeldern die Umrüstung durchzuführen. Mehrere Stadträte hingegen hielten einen Planungsfehler des Architekturbüros für möglich. Es sollten mehrere Lösungsvarianten erarbeitet werden und Fördergelder beantragt werden. Bezüglich eines Antrags von Andrea Weigler (CSU), die sich für ein Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern in der historischen Altstadt von Baunach einsetzte, beschloss der Stadtrat, die Bevölkerung im Mitteilungsblatt auf den sorgfältigen Umgang mit Feuerwerkskörpern beim Silvesterfeuerwerk hinzuweisen. nge

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