Baiersdorf

In Baiersdorf kann man ab 21. April auch Strom tanken

Baiersdorf — Das städtische Kommunalunternehmen Bai ersdorf (SKB) nimmt laut einer Presseerklärung am 21. April die erste Ladestation für E-Fahrzeuge in Betrieb. Nach einer Bauzeit...
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Strom tanken geht demnächst auch in Baiersdorf. Foto: Archiv
Strom tanken geht demnächst auch in Baiersdorf. Foto: Archiv
Baiersdorf — Das städtische Kommunalunternehmen Bai ersdorf (SKB) nimmt laut einer Presseerklärung am 21. April die erste Ladestation für E-Fahrzeuge in Betrieb. Nach einer Bauzeit von vier Wochen können Besitzer eines Elektroautos dort ihre Akkus wieder aufladen.
"Klimaschutz ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Die Ursachen des Klimawandels sind in allen Bereichen des menschlichen Lebens und Handelns, in Ökonomie und Konsumverhalten ebenso wie in Mobilität oder der Gestaltung unserer Städte und Gemeinden zu finden. Daher kann Klimaschutz keine sektorale Aufgabe sein, sondern ist als Zukunftsaufgabe Aller zu begreifen", betont Patrick Nass, Vorstand des SKB in der Pressemitteilung weiter.
Der Plan der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf Deutschlands Straßen zu haben, kann wenn überhaupt nur durch eine aktive Mitgestaltung der Kommunen gelingen. Bereits seit 2014 besitzt das SKB in seinem Fuhrpark ein Elektro- Fahrzeug, Ende 2014 kam ein Renault Kangoo hinzu. "Wir haben uns erst an das Thema langsam herangetastet, uns informiert und wurden von den Vorteilen und positiven Synergien im Alltag überzeugt", so Nass weiter.
Durch den Bau der Ladestation wolle Baiersdorf einmal mehr zeigen, dass sich die Stadt der Problematik und der anstehenden Konflikte im Zug des Klimawandels bewusst sei und und ihm "proaktiv begegnet".
Die neue Stromtankstelle ist öffentlich zugänglich, sie befindet sich direkt neben dem Parkplatz am Gebäude des SKB und ist Teil eines europaweiten Ladenetzes. Zwei Fahrzeuge können zeitgleich geladen werden. Die vollständige Aufladung ist modellabhängig, es kann mit einer Leistung von 22 KW geladen werden.
Freischaltung und Bezahlung funktioniert mit einer Karte oder per SMS. "Getankt wird ausschließlich grüner Ökostrom, der unter anderem von der SKB-eigenen Photovoltaik-Anlage erzeugt und ins Netz eingespeist wird. Zum 1. Januar 2015 fuhren auf Deutschlands Straßen etwa 19 000 Elektrofahrzeuge. Bayern übernehme mit bereits über 4000 E­Mobilen eine Vorreiterrolle.
"Der Umstieg von fossiler Mobilität hin zu einer zukunftsfähigen solaren Mobilität ist aus vielen Gründen unausweichlich. Einmal spielt die absehbare Knappheit der weltweiten Ölreserven eine Rolle, auch im Bezug auf die vielen schwelenden Konflikte gerade in den ölreichen Regionen dieser Welt. Des Weiteren ist das Grundbedürfnis individueller Mobilität in Zukunft nur bei Nutzung regenerativer Energie gegeben." Als dritten, wesentlichen Grund führt Bürgermeister Andreas Galster (CSU) an, dass "der unverkennbare Klimawandel nur durch die Reduktion von fossilem Energieverbrauch zu stoppen ist, deshalb reagieren wir als Stadt, gerade im Bezug auf uns nachfolgende Generationen, bereits jetzt."

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