Kulmbach
Bienenzucht 

Imker setzen auf Qualität

Der Kreisverband Kulmbach führt heuer erstmals eine Sammeluntersuchung für Honig und Wachs durch.
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Echter Deutscher Honig ist ein streng kontrolliertes Naturprodukt - im Gegensatz zu Honig aus dem Ausland, der oft zu Spottpreisen in den Discountern verkauft wird. Symbolbild: Heinz von Heydenaber/dpa
Echter Deutscher Honig ist ein streng kontrolliertes Naturprodukt - im Gegensatz zu Honig aus dem Ausland, der oft zu Spottpreisen in den Discountern verkauft wird. Symbolbild: Heinz von Heydenaber/dpa
Die Verweildauer ist kurz. "Bienenhonig ist lecker und gesund und wird bei uns ratzfatz verzehrt", schätzt auch stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann das köstliche und gesunde Naturprodukt. Deshalb freute sich der zweifache Familienvater auch besonders über die beiden 500-Gramm-Gläser Echten Deutschen Imkerhonigs, die er nach seinen Grußworten anlässlich des Kreisimkertages im voll besetzten Saal der Gaststätte "Zur Linde" aus den Händen von Kreisvorsitzendem Matthias Fröhlich (Harsdorf) erhielt.
Doch Honig ist nicht gleich Honig. Viele Imker, die in den neun Ortsvereinen des Kreisverbandes Imker Kulmbach organisiert sind und ihren Honig zum Verkauf anbieten, ärgern sich nämlich über Honigprodukte vor allem aus dem Ausland, die unter dubiosen Bedingungen hergestellt beziehungsweise abgefüllt werden.


Strenge Kriterien

Zwar erfüllen diese die gesetzlichen Mindestanforderungen für den Import und können deshalb zu Spottpreisen von den Discountern angeboten werden. Dem Vergleich mit "Echtem Deutschen Honig" können sie aber nicht standhalten, steht die Traditionsmarke doch für streng kontrollierte Premium-Qualität, Artenerhalt und unverfälschten Naturgenuss. Denn auch die Imker im Landkreis Kulmbach dürfen ihre Produkte nur dann als "Echten Deutschen Imkerhonig" nach den strengen Kriterien des Deutschen Imkerbundes zum Verkauf anbieten, wenn sie eine umfassende Schulung absolviert und ein Zertifikat erlangt haben.
"Honig und Honigqualität" war dann auch das Schwerpunktthema des Imkertages. In ihrem Fachbeitrag "Qualitätskriterien für Honig und deren Untersuchung" erläuterte die bayerische Honigobfrau Susanne Frunder, woran Honigqualität festgemacht wird und worauf Imker achten müssen, um Honig von hoher Qualität zu erzeugen.
Um das hohe Qualitätsbewusstsein der Kulmbacher Imker zu unterstützen, bietet der Kreisverband erstmals in diesem Jahr eine kostengünstige Sammeluntersuchung für Honig und Wachs an und übernimmt den Großteil der Kosten. Mit den Ergebnissen können die Imker dann noch nachhaltiger für ihren mühsam hergestellten Honig werben und somit Qualitäts- und Selbstbewusstsein demonstrieren.
Wichtige Infos zur "Bienengesundheit" und den aktuellen Vorsichtsmaßnahmen gab es von Andreas Koller, der als Veterinär am Landratsamt Kulmbach für die Imker zuständig ist. Koller ermahnte die Imker, künftig auch auf die anzeigepflichtige Faulbrut zu achten, da im Landkreis Bamberg und neuerdings auch im Raum Creußen/Speichersdorf bereits Sperrbezirke eingerichtet werden mussten. Deshalb muss sich der Kreisverband bei der Sammelbestellung von neuen Königinnen nach einem anderen Züchter umsehen. Eigentlich sollte die diesjährige Großbestellung bei einem Zuchtbetrieb in Speichersdorf in Auftrag gegeben werden.
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