Ebersbach
Baustelle 

Im Oktober wieder freie Fahrt

Trotz des mitunter schlechten Wetters liegt man mit der Sanierung der Ebersbacher Brücke im Zeitplan.
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Die Arbeiten an dem Brückenbauwerk liegen im Zeitplan. Davon überzeugten sich (von links) Planer Dieter Wagner, Egon Rohleder von der Firma Roh-Bau, Bürgermeister Stephan Heckel-Michel und Klaus Rohleder von Roh-Bau. Fotos: Werner Reißaus
Die Arbeiten an dem Brückenbauwerk liegen im Zeitplan. Davon überzeugten sich (von links) Planer Dieter Wagner, Egon Rohleder von der Firma Roh-Bau, Bürgermeister Stephan Heckel-Michel und Klaus Rohleder von Roh-Bau. Fotos: Werner Reißaus
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Seit vier Wochen sind die Bauarbeiten an der alten Sandsteinbrücke am Ortsbeginn von Ebersbach im vollen Gange. Trotz des teilweise schlechten Wetters liegt die Firma Roh-Bau aus Kauerndorf voll im Zeitplan. Das Projekt ist mit 450 000 Euro veranschlagt.
Wie Dieter Wagner vom Ingenieurbüro Iplan aus Kulmbach bei einem Termin auf der Baustelle betonte, sei davon auszugehen, dass die umfangreiche Sanierung der 1862 errichteten Sandsteinbogenbrücke spätestens im Oktober weitestgehend abgeschlossen ist.
Im Zuge der Arbeiten wurde auch ein Holzsteg über den Weißen Main errichtet, über den in erster Linie Schulkinder zur Schulbushaltestelle gelangen sollen, die unmittelbar an der Staatsstraße 2182 von Ködnitz nach Fölschnitz liegt. Die Kosten dafür lagen bei rund 6000 Euro.
Der Holzsteg war laut Wagner aber auch notwendig, damit die vorbereitenden Arbeiten am Brückenbauwerk ausgeführt werden konnten. Unter anderem seien die Sandsteinbrüstungen abgebaut und auf das Firmengelände von Roh-Bau gebracht worden, um sie dort zu bearbeiten und zu schneiden.


Auf Sandstein gestoßen

In den vergangenen 14 Tagen sind ausschließlich die Bohrpfahlarbeiten an dem Brückenbauwerk durchgeführt worden. Nach dem Einmessen der einzelnen Bohrpunkte begann der eigentliche Bohrvorgang bis zur gewünschten Solltiefe von elf Metern. "Wir sind schon bei 9,50 Meter auf Sandsteinfelsen gestoßen", so Dieter Wagner.
Die beiden freigelegten Brückenenden werden mit Stahlbeton aufgefüllt. Die Arbeiten laufen nach den Worten Wagners normal, auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt habe. Nach dem Abschluss der Bohrpfahlarbeiten kann die eigentliche Arbeit beginnen. Sehr aufwendig wird das Richten der Sandsteine sein, die sich zum Teil verdrückt haben. "Die Sandsteinquader waren labiler, als wir angenommen haben", meinte der Ingenieur.
Nach den Armierungs- und Betonarbeiten werden rechts und links die Brüstungen aufgebaut, die Asphaltdecke aufgebracht und Schrammbordsteine aus Granit vorgesetzt. Bis Oktober dieses Jahres soll alles fertig sein. Die Fahrbahn der neuen Brücke wird nicht höher als bisher, auch die Breite bleibt mit 3,60 Metter gleich.
Damit ist weiter kein Begegnungsverkehr möglich, aber es wird aus Richtung Staatsstraße an der Brücke eine Ausweichstelle geschaffen. Bürgermeister Stephan Heckel-Michel: "Es ist sinnvoll, dass man diese Ausweichstelle konzipiert hat. Ich bin den Anliegern und den Grundstückseigentümern sehr dankbar, die sich sehr kooperativ gezeigt haben."
Wie Heckel-Michel weiter betonte, war die Sanierung dringend notwendig: "Die ersten Planungen und Überlegungen für die Erneuerung der Brücke gehen ja schon zehn Jahre zurück. Damals hatten wir allerdings noch Probleme, eine Förderung zu erreichen. "


"Wollten keine Riesenbrücke"

Ausbrüche unter den Sandsteinbögen hätten nicht gerade zur Stabilität der Brücke beigetragen, so der Bürgermeister weiter. "Wir haben dann nochmals mit der Regierung von Oberfranken Gespräche geführt." Ganz wichtig sei gewesen, die bisherige Optik der denkmalgeschützten Sandsteinbrücke zu erhalten. "Wir wollten keine Riesenbrücke in der Landschaft."
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