Ebermannstadt

Im Gedenken an vier heilige Frauen

Der katholische Frauenbund hat sich im voll besetzten Saal des Gasthofes Schwanenbräu zu einer besinnlichen Adventsfeier getroffen. Die Vorsitzende des Leit...
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Vorgetragene Geschichten von vier heiligen Frauen standen im Mittelpunkt der Adventsfeier des katholischen Frauenbundes. Foto: Helmut Vogler
Vorgetragene Geschichten von vier heiligen Frauen standen im Mittelpunkt der Adventsfeier des katholischen Frauenbundes. Foto: Helmut Vogler
Der katholische Frauenbund hat sich im voll besetzten Saal des Gasthofes Schwanenbräu zu einer besinnlichen Adventsfeier getroffen. Die Vorsitzende des Leitungsteams, Gerti Zöbelein, konnte dazu neben vielen Frauen auch Pfarrer Zlatko Kidjemet, Pastoralreferent Andreas Löbenfelder und Bürgermeisterin Christiane Meyer begrüßen.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von einer befreundeten Musik- und Gesangsgruppe aus Ebermannstadt. Monika Schatz, Birgit Simon und Gerti Zöbelein stellten die Geschichten von vier Frauen in den Mittelpunkt der Veranstaltung, die ihr Leben nach Gott ausrichteten und für ihren Glauben einstanden: die heilige Barbara, Elisabeth von Thüringen, die heilige Lucia und Maria, die Mutter Gottes.


Barbara stellt sich gegen Vater

Die heilige Barbara habe sich im dritten Jahrhundert gegen den Willen ihres heidnischen Vaters zum Christentum bekannt und wurde dafür von diesem enthauptet.
Zeichen dieses Glaubens sind die Barbara-Zweige, die am 4. Dezember von Kirsch- und Apfelbäumen mit den scheinbar toten Knospen in die Wohnungen geholt werden, um dort bis Weihnachten zu neuem Leben zu erblühen. In Anlehnung an diesen Brauch stellte Monika Bieneck eine Vase mit Barbarazweigen auf einen Tisch.
Von Elisabeth von Thüringen ist bekannt, dass ihr Herz den Armen und Bedürftigen gehörte. Dies gefiel ihrem Gemahl, dem Landgraf von Thüringen, überhaupt nicht. Als er sie einmal auf dem Weg mit ihrem Gabenkorb erwischte, hielt er sein Pferd an und fragte unwirsch, was sie in ihrem Korb habe.


Das Wunder mit den Rosen

In ihrer Not stammelte Elisabeth: "Es sind Rosen, Herr". Zornig riss der Landgraf die Decke vom Korb und siehe da - der Korb war voller Rosen. Als Erinnerung an dieses Wunder stellte Monika Bieneck rote Rosen zu den Barbarazweigen.
In Syrakus auf Sizilien wurde vermutlich im Jahr 286 die junge Christin Lucia geboren. Ihre Mutter hatte für sie schon bald einen Bräutigam ausgesucht, sie aber lehnte eine Vermählung ab. Darüber war ihr Bräutigam so erbost, dass er sie gefangen nahm und folterte. Schließlich sollte sie auf dem Scheiterhaufen sterben. Da die Flammen sie jedoch nicht verbrennen wollten, tötete man sie mit dem Schwert.
Zu ihren Ehren werden seit langer Zeit besonders in Schweden am 13. Dezember Lichterfeste gefeiert. Und so gesellten sich zu Barbara-Zweigen und Rosen brennende Kerzen.
Abschließend gedachten die katholischen Frauen noch der Gottesmutter Maria, die verlobt plötzlich von ihrer Schwangerschaft erfuhr. Daraufhin kam sie durcheinander, kannte aber auch die Texte aus den alten Schriften der Propheten, die zusammen mit dem ganzen Volk sehnsüchtig auf den Messias warteten. Und Maria glaubte daran, dass sie die Mutter des Erlösers sein solle, und vertraute der Verheißung. In Erinnerung daran wurde neben die drei anderen Zeichen noch eine Krippe auf den Tisch gestellt.
Danach endete die Feier mit adventlichen Weisen und dem Segen von Pfarrer Zlatko Kidjemet. Helmut Vogler
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