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Sonnefeld

"Ich flippe deshalb jetzt nicht aus und bin auch nicht fünf Tage betrunken"

Herr Renk, nervenaufreibende Wochen liegen hinter Ihnen. Wie fühlen Sie sich jetzt nach dem großen Triumph? Bastian Renk: "Ich bin überglücklich, dass wir k...
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Zwei, die einen großen Anteil am Aufstieg haben: Abwehrchef Ata Simitici und SpielertrainerBastian Renk.
Zwei, die einen großen Anteil am Aufstieg haben: Abwehrchef Ata Simitici und SpielertrainerBastian Renk.
Herr Renk, nervenaufreibende Wochen liegen hinter Ihnen. Wie fühlen Sie sich jetzt nach dem großen Triumph?
Bastian Renk: "Ich bin überglücklich, dass wir keine Relegation spielen müssen. Dass wir jetzt Meister sind, ist schön, aber deswegen flippe ich jetzt nicht aus und bin jetzt fünf Tage betrunken. Vielleicht bin ich ja auch schon etwas zu alt (lacht). Nein, aber es war eine schöne Saison mit unserem dritten Meistertitel und einem Aufstieg, der nicht selbstverständlich war."

Haben Sie vor zehn Monaten zum Saisonstart nur im Entferntesten daran gedacht, am letzten Spieltag ein Endspiel um den direkten Aufstieg zu haben?
"Nein, beim besten Willen nicht, kein einziges Mal. Auch als wir zwölf Punkte Vorsprung vor Oberhaid hatten, war für mich nicht sicher, dass wir Meister werden. Wir haben eine gute Mannschaft und haben gut funktioniert, aber man hat gesehen, wenn wir nicht alles abrufen, wird es extrem schwierig.
Es ist eigentlich unglaublich, dass wir es tatsächlich geschafft haben, weil man sagen muss, dass Oberhaid eigentlich die bessere Mannschaft ist. Der Titel ist also nicht unbedingt ein Zeichen von Stärke, sondern vielleicht mehr von Cleverness."

Was hat in der Vorrunde besser funktioniert als in großen Teilen der Rückrunde?
"Ganz ehrlich, ich habe immer gewusst, welche Stärken und Schwächen wir haben. Wir sind eine Mannschaft mit einer sehr guten Abwehr und einem sehr guten Torwart und sind vorne immer für ein Tor gut. Das hat die Vorrunde perfekt geklappt und in der Rückrunde haben wir Spiele verloren, in denen wir einfach schlechter waren und dann auch zu Recht verloren haben. Dazu hatten wir viele Verletzte und haben uns in einigen Spielen mit Gelb-Roten-Karten und Roten Karten selbst geschwächt."

Schammelsdorf war das Team der Stunde und vor dem Spiel seit 483 Minuten ohne Gegentor. Waren Sie überrascht, dass ihr Team von Anfang an so viele klare Tormöglichkeiten hatte?

"Eine oder zwei Chancen lässt jede Mannschaft mal zu. Wir haben gleich das 1:0 und das 2:0 gemacht und dann waren sie natürlich verunsichert, sie haben sich das mit Sicherheit auch anders vorgestellt. Wenn wir Chancen haben, machen wir die auch rein. Das hat uns schon die ganze Saison ausgezeichnet. Es ist immer so eine Sache, wenn eine Mannschaft schon gesichert ist und es um nichts mehr geht. Da ist man nicht mit 100 Prozent dabei. Wenn es bei Schammelsdorf noch um den Abstieg gegangen wäre, wäre mit Sicherheit ein anderes Ergebnis herausgekommen."
Bei wem möchten Sie sich abschließend besonders bedanken?
"Hut ab vor der Mannschaft! Die Mannschaft hat, egal wie schwierig es war, eigentlich immer zusammengehalten. Das war überragend. Unser Spielleiter tut alles, dass es uns immer gut geht. Der Platzwart ist jeden Tag auf dem Platz, versucht alles Mögliche. Natürlich danke ich auch der Vorstandschaft und unseren Sponsoren. Es passt einfach in Sonnefeld, von der Mannschaft und vom Umfeld her. Wir können mit allem sehr zufrieden sein."

Das Gespräch führte
Maximilian Glas

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