Kronach

IHK kritisiert Vorschlag der Freien Wähler

Kronach — Kein Verständnis gibt es von Seiten der IHK für Oberfranken Bayreuth für den Vorschlag der Freien Wähler im Landkreis Kronach, die B 303 als Autobahnzubringer auszubauen....
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Kronach — Kein Verständnis gibt es von Seiten der IHK für Oberfranken Bayreuth für den Vorschlag der Freien Wähler im Landkreis Kronach, die B 303 als Autobahnzubringer auszubauen.
"Der Vorschlag zeugt von Unkenntnis über den Ablauf von Planverfahren im Bundesfernstraßenbau. Ändert man hier die Zielvorgaben, macht man alles Erreichte zunichte und beginnt bei Null", so Michael Weber von der Hans Weber Maschinenfabrik in Kronach und Vorsitzender des IHK-Ausschusses Verkehr und Logistik. "Das kann nicht die Absicht der Freien Wähler sein."

Fehler nicht erneut machen

Die IHK setze sich seit Jahren massiv für einen Ausbau der B 173 ein und werde dies auch künftig tun. "Der Ausbau der B 173 ist das letzte große Fernstraßenprojekt in Oberfranken. Schon Anfang der 1990er-Jahre wurden durch Uneinigkeit vor Ort Fehler gemacht, die das Projekt um Jahrzehnte verzögert haben. Das darf nicht noch einmal geschehen", so IHK-Vizepräsident Hans Rebhan, Vorsitzender des IHK-Gremiums Kronach, der Geschlossenheit anmahnt.
Derzeit stehe auf Bundesebene die Fortschreibung des Bedarfsplanes für Bundesfernstraßen an. In diesen Plan müsse der Ausbau der B 173 nach Süden bis Lichtenfels komplett als Projekt im "Vordringlichen Bedarf" aufgenommen werden, damit eine Realisierung in absehbarer Zeit überhaupt möglich sei. "Wir sollten alle Kräfte der Region bündeln, um zunächst dieses Ziel zu erreichen", so Weber, der auf die umfangreichen Planungsleistungen und Vorarbeiten der Bauverwaltung verweist.

Auf einem guten Weg

"Wir sind auf einem guten Weg", glaubt auch Hans Rebhan. Von Süden aus wird die B 173 von Michelau bis kurz vor Redwitz nach seiner Überzeugung "in naher Zukunft" vierspurig ausgebaut werden. Somit führe die vierstreifige Straße demnächst bis kurz vor Redwitz. Dann müsse man das letzte Stück angehen, den Abschnitt von Redwitz bis Johannisthal - mit der Ortsdurchfahrt Küps. "Statt jetzt unnötig Alternativplanungen auf völlig neuen Trassen zu verlangen, muss die Politik in Bund und Land davon überzeugt werden, dass für die Durchfahrt Küps eine Troglösung die optimale Lösung ist. Daran arbeitet man derzeit. Und dazu ist Einigkeit notwendig", so der IHK-Vizepräsident.

2+1-Lösung angedacht

Der Idee, auch den Verkehr auf der B 303 durch Überholspuren zu beschleunigen, stehen die Vertreter der IHK durchaus positiv gegenüber. "Eine 2+1-Lösung ist ohnedies schon Gegenstand des Planfeststellungsverfahrens für die Lerchenhof trasse. Für den weiteren Verlauf der B 303 hat das Staatliche Bauamt zudem weitere 2+1-Lösungen angedacht", so Rebhan. "Es ist grundfalsch, den Ausbau der B 173 und die Ertüchtigung der B 303 in einen Sachzusammenhang zu bringen. Das schadet uns mehr, als es uns am Ende nutzt", betont Michael Weber. Zuletzt freuten sich Kommunalpolitiker in anderen Regionen über weitere Verzögerungen im Landkreis Kronach. "Denn wenn hier keine Einigkeit besteht, wird das Geld, das für unsere Straßen gebraucht wird, andernorts verbaut", warnt Weber. red



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