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Lichtenfels

IHK: Lichtenfels ist Hochburg der Digitalisierung

Wo liegen die Entstehungsorte deutscher Digitalisierungstechnologie? In Städten wie München, Stuttgart oder Regensburg, aber auch im Landkreis Lichtenfels. ...
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Wo liegen die Entstehungsorte deutscher Digitalisierungstechnologie? In Städten wie München, Stuttgart oder Regensburg, aber auch im Landkreis Lichtenfels. "Ein starkes Ergebnis", kommentiert IHK-Vizepräsident Wilhelm Wasikowski eine aktuelle Analyse des Institutes der deutschen Wirtschaft in Köln. Unter den 295 Landkreisen und 107 kreisfreien Städten Deutschlands liegt der Landkreis Lichtenfels auf Rang 11 bei der Anmeldung von Digitalisierungspatenten je 100 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
Bayern weist mit Abstand die höchste Patentleistung im Bereich Digitalisierung auf und übertrifft den Bundesdurchschnitt um nahezu das Dreifache, stellt die Analyse des Institutes der deutschen Wirtschaft fest. Dazu leistet auch Lichtenfels mit 39,9 Digitalisierungspatenten auf 100 000 Beschäftigte einen wichtigen Beitrag und liegt damit innerhalb Bayerns auf Platz 5 der 96 kreisfreien Städte und Landkreise und bundesweit auf Rang 11.
"Diese Spitzenposition des Landkreises Lichtenfels zeigt, dass hier einer der Ursprünge digitaler Transformation liegt", so Wasikowski. "Nur zwei Landkreise deutschlandweit weisen eine höhere Patentdichte auf als Lichtenfels: München und Emmendingen." Mit 17,3 Patenten ist auch der Landkreis Bamberg gut positioniert. Darüber hinaus liegen die Landkreise Kronach und Coburg sowie die kreisfreien Städte Bayreuth und Coburg bei der Patentdichte auf dem Niveau des Bundesdurchschnittes. Während die Stärke bei den Patenten in Regensburg, Stuttgart, München, Ingolstadt oder Wolfsburg auf Großkonzerne zurückzuführen ist, verdankt der Landkreis Lichtenfels seinen Spitzenwert vor allem mittelständischen Unternehmen im Bereich 3D-Druck und Modellbau, so Wasikowski.
Die Ergebnisse der Analyse des Institutes der Deutschen Wirtschaft zeigen aber auch, so Wasikowski, dass staatliche Innovationsförderung bisher zu wenig die kleinen und mittleren Unternehmen erreicht. So käme etwa eine steuerliche Förderung den Digitalisierungsbemühungen der kleinen und mittleren Unternehmen zugute (KMU) und könnte einen Beitrag leisten, die weißen Flecken von der Landkarte zu tilgen. In diesem Zusammenhang wünscht sich Wasikowski eine baldige Wiederaufnahme des Förderprogramms Digitalbonus. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2014. red

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