Bayreuth

IG Metall Oberfranken rüstet sich mit Seidel für Tarifrunde

Bayreuth/Kulmbach — Die Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt für die mehr als 800 000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektro-Indus...
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Die beiden Bevollmächtigten der IG Metall Ostoberfranken Wolfgang Kormann (r.) und Volker Seidel (l.) mit Bundesvorstandsmitglied Jürgen Kerner. Foto: Fuchs
Die beiden Bevollmächtigten der IG Metall Ostoberfranken Wolfgang Kormann (r.) und Volker Seidel (l.) mit Bundesvorstandsmitglied Jürgen Kerner. Foto: Fuchs
Bayreuth/Kulmbach — Die Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt für die mehr als 800 000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie hat Jürgen Kerner, Bundesvorstandsmitglied, bei der Delegiertenversammlung der IG Metall Osto berfranken verteidigt.
"Mit steigenden Realeinkommen stützen wir den Konsum, der in den letzten beiden Jahren der wichtigste Wachstumstreiber war", sagte Kerner. Damit seien auch die hohe Auslastung der Betriebe und die Voraussetzung für weitere Investitionen gesichert. Die Tarifrunde Metall und Elektro werde "wieder von Weltuntergangsszenarien der Arbeitgeber begleitet", sagte das Bundesvorstandsmitglied. Kerner hielt dagegen, dass in der längerfristigen Betrachtung die Lohnstückkosten nur sehr moderat gestiegen seien. In den letzten zehn Jahren hätten sie in der Metall- und Elektro-Industrie nur um 8,8 Prozent zugelegt. Das habe sich in den Gewinnen der Unternehmen niedergeschlagen. Die deutsche Metall- und Elektroindustrie sei in den letzten drei Jahren so rentabel wie noch nie gewesen.
Deutsche Unternehmen profitierten von der Globalisierung. Die Renditen seien auch an den deutschen Standorten hoch, von einer schleichenden Deindustrialisierung könne nicht die Rede sein. Die Metall- und Elektro-Industrie sei in einer stabilen Entwicklung, die Lage sei deutlich besser als die Stimmung. Die Auslastung der Kapazitäten habe im ersten Quartal 2016 sogar noch mal leicht zugelegt. "Damit sichern wir auch eine hohe Auslastung und schaffen die Voraussetzung für weitere Investitionen", sagte Kerner. Auftakt für die Tarifrunde auf gesamtoberfränkischer Ebene ist am 7. April auf Schloss Thurnau mit dem neuen Bundesvorsitzenden Jörg Hofmann.
Auch auf die Flüchtlingsthematik ging Kerner ein. Einfache Lösungen gebe es nicht. Wer aber die AfD wähle, entscheide sich für eine rechtradikale Partei, da gebe es kein Schönreden: "Wir Gewerkschafter werden den rechten Rattenfängern das Feld nicht überlassen. Keinen Fußbreit!"


Seidel und Kormann bestätigt

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen ist der hauptamtliche Bevollmächtigte und Kassier Volker Seidel aus Münchberg mit über 93 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt worden. Sogar mit 100 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden ist der Zweite Bevollmächtigte, Wolfgang Kormann aus Pegnitz.

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