Laden...
Coburg

"ICE-Halt ist machbar"

Coburg — Eine "kooperative statt konfrontative Position" in Sachen ICE-Halt in Coburg, das wünscht sich Gerd Weibelzahl von der Kreisgruppe Coburg des Verkehrsclubs Deutschland (VC...
Artikel drucken Artikel einbetten
Coburg — Eine "kooperative statt konfrontative Position" in Sachen ICE-Halt in Coburg, das wünscht sich Gerd Weibelzahl von der Kreisgruppe Coburg des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Unter Einhaltung der Anschlusszeiten in Erfurt und Nürnberg sei der Systemhalt durchaus machbar. "Die von namhaften Trägern öffentlicher Interessen der Region in Auftrag gegebene und von den Bundesländern Bayern und Thüringen vorgelegte Potenzialstudie rechtfertigt mit einer Zahl von mindestens 1140 Fahrgästen täglich eindeutig einen ICE-Systemhalt in Coburg", betont Weibelzahl in seiner Stellungnahme.
Offen sei weiterhin die Klärung, ob eine Bedienung von Coburg dazu führen würde, dass die Anschlüsse in Erfurt und Nürnberg gefährdet werden, heißt es in der Erklärung weiter. "Schon seit über zwei Jahren liegt eine Untersuchung des VCD vor, die unter Einsatz einer Software für die Erstellung von Bahnfahrplänen zeigt, dass eine Abfahrt zur Minute 33 in Erfurt und eine Ankunft in Nürnberg zur Minute 52 der Folgestunde nicht zwangsläufig vorgegeben ist. Es müsste der aus Würzburg kommende ICE - anders als momentan von der DB vorgesehen - vor dem ICE aus Erfurt in Nürnberg einlaufen. Der ICE aus Erfurt würde anstatt zur Minute 52 erst zur Minute 57 ankommen. Dies ermöglicht eine Bedienung des Haltes in Coburg, ohne dass die Anschlussverbindungen in Nürnberg gefährdet werden. Allerdings entfällt die stündliche Andienung von Erlangen. Dieser Nachteil wird kompensiert durch gute Umsteigemöglichkeiten in Bamberg vom ICE aus Berlin nach Erlangen und umgekehrt." Auch das Gutachten, das die Thüringer Landesregierung 2012 in Auftrag gegeben hatte, zeige deutlich, wie essenziell der ICE-Halt Coburg für Südthüringen und Oberfranken sei, weist Weibelzahl auf eine weitere Studie hin. "Wir vermissen bei der Deutschen Bahn generell den guten Willen, das Fernverkehrsangebot in Kooperation mit den beiden Ländern und der Region zu entwickeln." red


Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren