Coburg

ICE-Halt ist das Ziel

Coburg — "Wir brauchen keine wissenschaftlichen Abhandlungen mehr - wir müssen politisch aktiv werden!" sagte Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) zu dem Vortrag von Burkhard Eß...
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Coburg — "Wir brauchen keine wissenschaftlichen Abhandlungen mehr - wir müssen politisch aktiv werden!" sagte Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) zu dem Vortrag von Burkhard Eßig (Fahrgastverband Pro Bahn) und Gerd Weibelzahl (Verkehrsclub Deutschland) über einen ICE-Systemhalt in Coburg. Die Coburger FDP hatte zu diesem Thema ins "Münchner Hofbräu" geladen.
Wie FDP-Kreisvorsitzender Ulrich Herbert berichtet, warnte Tessmer auch vor einer Diskussion um die Werra-Bahn mit einer Trasse durch das Lautertal und forderte eine Konzentration auf den Bahnknotenpunkt in Coburg.
Gerd Weibelzahl zählte auf, was notwendig ist, um einen ICE-Halt in Coburg nicht nur in Tagesrandlagen zu erhalten: Eine Vernetzung mit dem Verkehr in der Region, ein großes Parkhaus, Verbesserungen im Bahnhof und im Umfeld, ein Verkehrsverbund mit einem City-Ticket, eine Verlegung des zentralen Umsteigepunktes vom Theaterplatz zum Bahnhof; und vor allem der Bahnlückenschluss nach Südthüringen Das Ergebnis einer Studie über das Fahrgastpotential müsse jedoch abgewartet werden.
Essig erläuterte die Bedeutung der Güterzüge, die ebenfalls auf der ICE-Strecke fahren müssten. Er zeigte aber auch die Probleme des eingleisigen Verkehrs im Bereich der Frankenbrücke auf und forderte als Grundvoraussetzung eine zweigleisige Verbindung.
Weibelzahl und Eßig halten für einen Lückenschluss die Trasse durchs Lautertal für die einzig machbare. Die Variante über Bad Rodach verursache erhebliche Eingriffe in die Landschaft und sei nicht finanzierbar. Der Lautertaler Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU) sagte, er befürworte den Bau einer Bahn zum Lückenschluss, könne sich aber nicht mit einer Planung auf der Bestandstrasse abfinden, schon weil diese seit Jahren stillgelegt und inzwischen bebaut worden sei.
Alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass Stadt und das Land nun umgehend die räumlichen und verkehrstechnischen Anforderungen erfüllen müssen, die von der Bahn zu Recht gestellt werden. red
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