Forchheim

Hümmer sieht die Chance für mehr Zusammenarbeit

Ein SPD-Oberbürgermeister wird in den nächsten vier Jahren die Geschicke der alten Königsstadt Forchheim lenken. So fallen die Reaktionen auf den Wahlsieg v...
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Ein SPD-Oberbürgermeister wird in den nächsten vier Jahren die Geschicke der alten Königsstadt Forchheim lenken. So fallen die Reaktionen auf den Wahlsieg von Uwe Kirschstein am Sonntagabend aus.
Franz Stumpf (Noch-OB, CSU/WUO): "Ich gratuliere natürlich Herrn Kirschstein, das ist eine tolle Leistung für jeden, der nicht aus Forchheim kommt. Am Wahlkampf war ich diesmal nicht beteiligt, das wollte man nicht. Ob das ein Fehler war? Dazu sage ich nichts."
Michael Hofmann (CSU-Landtagsabgeordneter): "Das ist ein schwerer Tag für uns. Dass es knapp werden würde, war schon nach dem ersten Wahlgang klar. Es ist noch zu früh für eine erste Analyse, aber von der Wahlbeteiligung her scheint es so, als hätten wir in etwa wieder uns Potenzial mobilisiert. Offenbar haben die Wähler der unterlegenen Backer und Hümmer jetzt vor allem Kirschstein gewählt."
Sebastian Platzek (FDP-Stadtrat): "Vor zwei Wochen hat unser Wette schon gestanden: Die Stichwahl endet 52 zu 48 Prozent - wir wussten nur nicht für wen! Kirschstein hat keine Mehrheit im Stadtrat hinter sich und muss sich nun themenorientiert Mehrheiten suchen. Wir von der FDP waren bislang nicht die Vasallen des Herrn Stumpf und genauso werden wir jetzt auch keine Fundamental-Opposition sein, sondern uns an der Sachpolitik orientieren. Am Ende entscheidet letztlich der Stadtrat - das wird man künftig häufiger merken."
Franz Streit (CSU, Bürgermeister): "Das Leben geht weiter. Aber verstehen tue ich es nicht. Jeder ist begeistert von der Arbeit, die wir gemacht haben, und trotzdem wurde der Wechsel gewählt. Auch mit Herrn Kirschstein werde ich künftig gut zusammenarbeiten. Als Bürgermeister bin ich bis 2020 gewählt, daran ändert sich jetzt nichts."
Manfred Hümmer (FW, im ersten Wahlgang gescheiterter OB-Kandidat): "Ich hätte Forchheim eigentlich so eingeschätzt, dass das Ergebnis umgekehrt ausfällt. Nach 55 Jahren CSU ist das ein historischer Einschnitt. Uns steht eine spannende Zeit bevor. Die Freien Wähler werden Herrn Kirschstein - wie wir es auch mit Herrn Schürr getan hätten - an seinen Wahlversprechen messen und Anträge in den Stadtrat einbringen. Wir werden den neuen OB konstruktiv-kritisch begleiten. Dass er keine eigene Mehrheit im Stadtrat hat, sehe ich als Chance für mehr Zusammenarbeit. Alle müssen nun viel früher in die Themen eingebunden werden - darauf freue ich mich." mm
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