Kronach

Hospizverein begleitet Schwerstkranke und lässt Angehörige bei der Trauer nicht allein

Kronach — Der 1994 gegründete Hospizverein Kronach hat aktuell 197 Mitglieder. Das gab Vorsitzender Peter Witton bei der Hauptversammlung bekannt. Ziel sei, mit geschulten Mitglied...
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Kronach — Der 1994 gegründete Hospizverein Kronach hat aktuell 197 Mitglieder. Das gab Vorsitzender Peter Witton bei der Hauptversammlung bekannt. Ziel sei, mit geschulten Mitgliedern die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender zu gestalten. Auch trauernde Angehörige erhielten Unterstützung. Für sie könne die Begleitung und Beratung ein wahrer Segen sein. Mittlerweile konnte die ständige Erreichbarkeit über das Hospiztelefon - insbesondere durch Inge Schmidt und Christl Thum - gewährleistet werden.
Seit 1. Juli gebe es in Coburg eine "Spezielle ambulante Palliativversorgung (SAPV)" mit sechs Ärzten und sechs Palliativschwestern. Ausdrücklich lobte Witton die Bemühungen von Politik, Krankenkassen und Wohlfahrtsverbänden, die Versorgung auszubauen. Im Landkreis Kronach werde dieses SAPV-Angebot mit Bamberger Hilfe erweitert. Die Angehörigen könnten entlastet und unnötige Krankenhauseinweisungen vermieden werden.
Bei der Unterstützung der Angehörigen sei die Zusammenarbeit mit dem Hospizverein sehr wichtig, so der Vorsitzende. 33 Hospizbegleiter seien derzeit aktiv, ergänzte Koordinatorin Annette Hümmer. 22 Engagierte stünden für Begleitungen zur Verfügung.
Ingrid Steinhäußer berichtete von vielen Aktivitäten des Hospizvereins, der verstärkt auch in die Schulen gehe. Die Trauergruppe "Brücke" für erwachsene Personen werde von Iris Zinkand geleitet, unterstützt werde sie von Hella Bayer. Anfang des Jahres sei auch eine Kindertrauergruppe ins Leben gerufen worden.
Resi Jakob berichtete vom offenen Gesprächskreis: "Viele kennen sich schon 18 Jahre. Wir freuen uns immer, wenn wir uns wieder sehen."
Das "Hospiz-Caféchen" ist an jedem dritten Dienstag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet, erläuterten Friederike Degelmann und Inge Schmidt. Elke Fischer berichtete vom letzten Hospizbegleiterkurs, den acht Personen abschlossen.
Für Kassierer Frank Schuberth waren die erheblich gestiegenen Einnahmen und Ausgaben ein Beleg für die engagierte Arbeit des Hospizvereins. Er bedankte sich für die große Spendenbereitschaft. rg

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