Ebelsbach

Holländische Meistermusiker erfüllen die Magdalenenkirche mit Wärme

Musik gehört einfach zwischen den Feiertagen dazu, und so werden oft vor Silvester oder am Neujahrstag viele Konzerte veranstaltet. Auf ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Das "Consortium Musicum" gastierte in Ebelsbach schon einmal mit Bläsern und Sängerin. Jetzt kommt das Ensemble wieder. Als "Meister der Posaune" gilt Harry Ries (Zweiter von rechts).  Foto: Günther Geiling/Archiv
Das "Consortium Musicum" gastierte in Ebelsbach schon einmal mit Bläsern und Sängerin. Jetzt kommt das Ensemble wieder. Als "Meister der Posaune" gilt Harry Ries (Zweiter von rechts). Foto: Günther Geiling/Archiv
Musik gehört einfach zwischen den Feiertagen dazu, und so werden oft vor Silvester oder am Neujahrstag viele Konzerte veranstaltet. Auf ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse dürfen sich einen Tag vor Silvester in Ebelsbach die Freunde klassischer Musik und von Blechbläser-Ensembles freuen. Das geplante Konzert mit dem Titel "Die Farbe des Klanges" verspricht, ein Glanzlicht zu werden, und die Kirche Sankt Magdalena wird am Mittwoch, 30. Dezember, um 19 Uhr zum festlichen Schauplatz für die Begegnung von Posaunen mit der Orgel.
"Klassisch das Jahr beenden" hat seit einiger Zeit in Ebelsbach Tradition. Die Kulturgemeinde Ebelsbach-Eltmann lädt zum vierten Mal zum festlichen Abschlusskonzert ein und hat dazu das "Consortium Musicum" aus Holland engagiert, das sich diesmal mit einem hochkarätigen Posaunenquartett und einem erstklassigen Organisten präsentiert. Die musikalische Leitung hat Professor Harry Ries, der kein Unbekannter in Ebelsbach ist. Er war zehn Jahre Solo-Posaunist beim Limburger Symphonie-Orchester und ist seit 1978 Soloposaunist im WDR-Symphonie-Orchester. Außerdem war er Dozent für Posaune und Kammermusik an den Hochschulen in Maastricht und Aachen.
Der "Meister auf der Posaune" verleiht dem schönen Instrument bei seinen Läufen oft Flügel, und als erfahrener Barockposaunist ist er außerdem Mitglied bedeutender Ensembles der alten Musik. Obwohl er in der Nähe von Kerkrade/Holland wohnt, hat er eine besondere Verbindung zum Frankenland und verbringt einen Teil des Jahres in Grundfeld nahe Bad Staffelstein. Mit international bekannten Künstlern und einem anspruchsvollen Programm war er beim "Musiksommer Obermain" und einem Konzert in der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen dabei.
Zum Ensemble der vier Posaunisten zählen außerdem Luc Scholtes, der beim WDR-Symphonie-Orchester und der Philharmonie Zuid-Nederland vor allem Posaune und Euphonium spielt, Dion Kowalski, Dozent an der Musikschule Aachen und Posaunist bei "Fanfare Koninklijke Landmacht Bereden Wapens", sowie Dominique Steins, Bass-Posaunist im niederländischen Jugend-Symphonie-Orchester und Dozent in der "Niederländischen Symphonischen Blasmusik".
In dem festlichen Programm treten verschiedene Posaunen bis hin zur voluminösen Bassposaune mit ihren homogenen und weichen Klängen ins Licht. Und mit der Orgel, an der der Kerkrader Stadtorganist Tjeu Zeijen sitzt, der am Maastrichter Konservatorium studiert hat und mit dem "Prix d'Excellence für Orgel" ausgezeichnet wurde, entsteht eine besondere Note. Tjeu Zeijen gibt Konzerte im In- und Ausland und ist auch Organist der Sankt-Augustinus-Kirche in Gelen. Die vielfältigen klanglichen und spieltechnischen Eigenschaften der "Hoffmann-Orgel" von Ebelsbach mit ihren 2483 Pfeifen kann die Kompositionen aus den verschiedenen Stilepochen bestens ausloten.


Farbe des Klangs

Kombinationen von Orgel und Posaune kannten bereits die Venezianer um Giovanni Gabrieli (1557 bis 1612), der Komponist und Organist war und in der Kirche Santo Stefano in Venedig begraben ist. Das Programm "Die Farbe des Klangs" spannt einen Bogen von der Renaissance bis zur Moderne mit Stücken von Giovanni Gabrieli, Josquin du Prez (1450 bis 1521) bis hin zu Spark, Martinez sowie Bruckner und Bach. gg

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren