Coburg
3. Handball-Bundesliga Ost 

Höhenflug des HSC II jäh gestoppt

Die Baucke-Elf war in Hessen nicht wieder zuerkennen und verlor mit 23:31 bei der HSG Rodgau Nieder-Roden.
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Nikolai Franke am Boden - das war typisch für das Spiel des HSC Coburg II am Samstagabend. Foto: Iris Bilek
Nikolai Franke am Boden - das war typisch für das Spiel des HSC Coburg II am Samstagabend. Foto: Iris Bilek
Die Hoffnungen des HSC 2000 Coburg II auf den dritten Erfolg in Liga 3 erfüllten sich am Samstag nicht, obwohl die Mannschaft beim Tabellensechsten des Vorjahres anfangs gut dagegen hielt.
Sie konnte sich diesmal aber nicht steigern und kam dem Gastgeber mit sich mehrenden Fehlern noch entgegen, sodass die Hessen letztlich zu einem relativ einfachen und unerwartet klaren 31:23-Erfolg kamen.
Die HSC-Zweite bleibt bei 4:2 Punkten oben dabei, mehr ist von einem Aufsteiger, real betrachtet, nach nur einem Heimspiel bei drei Begegnungen nicht zu erwarten.
HF Springe hielt zu Hause die SG LVB Leipzig mit 30:26 Toren in Schach, der Mitaufsteiger aus Hanau musste sich bei der HSG Burgwedel mit 19:24 Toren geschlagen geben und der HSC Bad Neustadt holte seine ersten Zähler mit dem 29:23-Heimerfolg gegen TV Gelnhausen.


HSG Rodgau Nieder-Roden gegen HSC 2000 Coburg II 31:23 (14:11)

Zumindest zahlenmässig sah es für die HSC-Reserve auch im zweiten Auswärtsspiel in den ersten 20 Spielminuten noch ganz günstig aus. In der spannenden Partie gaben sich die Coburger nur wenig Blößen, hielten in einem sehr wechselvollem Spiel den Gastgeber recht gut in Schach. Keiner gab bis dahin klein bei, jeder Vorsprung wurde jeweils ausgeglichen und nach neun Gleichständen lag Coburg nach dem ersten Drittel erneut knapp in Führung (9:10), obwohl der Mannschaft bereits in dieser Zeit nicht alles gelang, denn eine höhere Führung wäre da durchaus möglich gewesen.
Aber man konnte bereits vom Anpfiff weg bemerken, dass etwas aus dem Spiel gegen HF Springe aus der letzten Woche fehlte. Es war nicht die große Geschlossenheit vorhanden und auch der letzte Biss fehlte den Akteuren von Trainer Ralf Baucke. Außerdem fehlte ja noch Florian Billek, er de Unterschied ausmachen kann.
Es wurde danach auch nicht besser und die ersten groben Unsicherheiten beim HSC nutzten die Gastgeber mit drei schnellen Kontertoren zum 12:10 und legten nach dem 12:11 innerhalb von nur sechs Sekunden noch zwei Treffer zum 14:11-Halbzeitstand drauf.
Da war noch keineswegs etwas verloren, aber eine HSC-Torflaute gleich nach dem Seitenwechsel brachte praktisch schon die Vorentscheidung, denn innerhalb von fünf Minuten legten die Hessen mit dem 18:11 den Hebel ganz schnell auf ihre Seite um.
Coburg erholte sich von diesem Rückstand nicht mehr. Nach dem 18:12 konnte sich Rodgau zwar nicht mehr weiter absetzen, aber an einer Wende schrammten die Coburger völlig vorbei. Es klappte kaum noch etwas und von der sonst vom Team gewohnte Steigerung war diesmal auch nichts zu bemerken, man kämpfte zwar weiterhin, aber es fehlte einfach der richtige Spielfluss und auch der sonst recht zuverlässigen Deckung passierten Fehler. Auf acht Treffer Differenz stieg der Rückstand bis zu 55. Minute (28:20) und für den Rest reichte auch ein Timeout von Ralf Baucke nichts, denn es blieb beim leicht verkrampften Spiel des HSC und somit beim relativ leicht erzielten 31:23-Sieg für die Gastgeber. Coburg kann man dennoch nichts vorwerfen, sie versuchten viel, aber an einem solchen Tag geht halt vieles schief und da half auch das Debut von Andreas Wolf nichts, dem verständlicherweise nach seiner Pause der richtige Rythmus noch fehlt.
Vor allem das Ergebnis dieser Partie machte den HSC-Akteuren deutlich, dass in dieser Liga immer auf hohem Level gespielt werden muss und auch nur mit kurzen Auszeiten kein Blumentopf zu gewinnen ist.


Stimmen zum Spiel

Jonny Rivera (Abwehrstratege): Es war eine verdiente Niederlage. Wir haben heute nicht unsere bessere Seite gezeigt. Die Abwehr stand nicht so kompakt wie bisher und der Angriff spielte nicht flüssig. Naja, so ein Spiel hat jede Mannschaft mal in der Saison.
Jonas Faber (Torwart): Das war heute nicht unser Tag. Wir konnten maximal in den ersten 20 Minuten an unsere Leistung anknüpfen. Nieder Roden hat unsere Fehler konsequent bestraft. Wir haben heute gemerkt, dass wir uns in dieser Liga keinen Durchhänger erlauben dürfen und 60 Minuten 100 Prozent konzentriert sein müssen.
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