Coburg

Höchste Zeit zum Handeln

Nur Kulturfans mit sehr gutem Gedächtnis können sich in Coburg noch an die Zeit erinnern, als angefangen wurde, über die dringend notwendige Generalsanierung des Landestheaters zu ...
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Nur Kulturfans mit sehr gutem Gedächtnis können sich in Coburg noch an die Zeit erinnern, als angefangen wurde, über die dringend notwendige Generalsanierung des Landestheaters zu reden. Und während in Coburg geredet wurde, wurde in Meiningen saniert - generalsaniert. Der Musentempel an der Werra ist seit Jahren fertig - aber in Coburg wartet man immer noch darauf, dass endlich Gespräche in Taten verwandelt werden. Dem Vernehmen nach ist man nun wohl langsam im Begriff, auf die Zielgerade der Vorbereitungen einzubiegen, damit endlich der Startschuss fallen kann für den Beginn der Bauarbeiten. Von 2017 ist bei optimistisch gesinnten Gemütern die Rede. Ob das noch rechtzeitig ist?
Wie dringend die Sanierung längst ist, erlebte das Publikum am Montag mitten im Sinfoniekonzert, für das eine der prominentesten Klassik-Solisten Deutschlands ins Landestheater gelotst wurde. Während also Sabine Meyer mit ihrer Klarinette auf die Bühne kam, trat das Lichtpult in Streik und veranstaltete ungefragt und unerwünscht Lichterspiele zwischen mystischem Dunkel und greller Helligkeit auf dem Podium und im Zuschauerraum. Pures Glück, dass sich Solistin, Dirigentin und Orchester (siehe Konzertkritik) davon unbeeindruckt zeigten. Spätestens jetzt aber sollte allen zuständigen Entscheidungsträgern in Stadt und Freistaat klar sein, wie sehr die Zeit drängt. Sonst muss das Landestheater irgendwann mitten in einer Vorstellung seinen Spielbetrieb einstellen, bevor die Sanierung endlich beginnt. J.B.
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