Höchstadt

Höchstadts Katholiken spenden 193 000 Euro für einen guten Zweck

Ganz unterschiedliche Gründe waren es wohl, die so viele Menschen bewegten, die Stadtpfarrkirche am Silvesterabend bis auf den letzten Platz zu füllen. Freude und Dank, Sorge und A...
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In der weihnachtlich geschmückten Kirche ließen Tanja Schwägerl, Kilian Kemmer und Karola dos Reis Goncalves (stehend von links) das Jahr 2015 Revue passieren.  Foto: Matthias Barth
In der weihnachtlich geschmückten Kirche ließen Tanja Schwägerl, Kilian Kemmer und Karola dos Reis Goncalves (stehend von links) das Jahr 2015 Revue passieren. Foto: Matthias Barth
Ganz unterschiedliche Gründe waren es wohl, die so viele Menschen bewegten, die Stadtpfarrkirche am Silvesterabend bis auf den letzten Platz zu füllen. Freude und Dank, Sorge und Angst, Krankheit und Schmerz der ganz unterschiedlichen Altersgruppen angehörenden Gottesdienstbesucher wurden thematisiert.
Im festlichen Jahresabschlussgottesdienst hielt man natürlich auch Rückschau und Ausblick auf das kirchliche Leben vor Ort. Dekan Kilian Kemmer betonte in seiner Ansprache, dass ohne die geistliche Dimension kirchlichen Handelns alle Projekte "als purer Aktivismus" nur noch zur Glaubensverdunstung beitragen. Lebendigkeit ohne Glaubenstiefe und Glaubenspraxis laufe ins Nichts, sagte Kemmer.
Pfarrgemeinderatsvorsitzende Karola dos Reis Goncalves erinnerte an das vielfache Engagement der Pfarrei für die ortsansässigen Flüchtlinge. Ebenso veranstaltete die Pfarrei zwei Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges, der zum einen 3000 Höchstadter Schüler und auch Gäste aus der polnischen Partnergemeinde in Swinemünde folgten.
Auch das Gedenken am armenischen Kreuzstein zum Genozid der Türken gegen Armenien vor 100 Jahren setzte ein starkes Zeichen. Goncalves verwies auch auf die zwölf großen Kirchenkonzerte in St. Georg, die zur geistlichen Vertiefung des Glaubens beitragen sollten. Besonders für die Uraufführung von "Simon von Cyrene" - einer Komposition des Gemeindemitgliedes Rüdiger Kaufmann - sei man dankbar.
Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende rief auch die Glaubensfeiern anlässlich des 25-jährigen Priesterjubiläums von Dekan Kemmer und zum Besuch von Erzbischof Georg Gänswein in Erinnerung. Ebenso die erste "Night Fever"-Aktion.
Kirchenpflegerin Tanja Schwägerl erwähnte in ihrem Bericht, dass Regionaldekan Georg Holzschuh bei der Visitation im März der Pfarrei ein sehr gutes Prädikat ausgestellt habe. Dies gelte auch für den Bereich der Kindertagesstätten.


Mauern müssen saniert werden

133 000 Euro leitete die Pfarrei an die Hilfswerke der katholischen Kirche und an das Arme-nienprojekt weiter. Dazu kommen 60 000 Euro vom kirchlichen Hilfswerk Renovabis.
Dankbar nimmt die Kirchenverwaltung natürlich auch Spenden in eigener Sache an. So stellte Dekan Kemmer 57 000 Euro, die er anlässlich seines Jubiläums erhielt, als Grundstock für die Planung der Kirchenrenovierung zur Verfügung. Diese soll 2017 beginnen. Im kommenden Jahr müssen nach den Worten Schwägerls erst die Mauern um den Kirchplatz herum saniert werden. Daneben steht die Vorbereitung der großen Romwallfahrt zum Heiligen Jahr an, wofür bis 1. Februar noch Anmeldungen möglich sind.
Mit Freude erwarte man auch die großen Passionskonzerte und das Höchstadter Passionsspiel im März in Schlosshof und Stadtpfarrkirche. Reinhard Döring (Orgel) und Martin Oberle (Trompete) sorgten für die festliche Umrahmung. Zum besinnlichen Jahreswechsel spielte Wolfgang Först. LM

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