Höchstadt a. d. Aisch

Höchstadter Gymnasiasten debattieren um die Wette

Beim Wettbewerb "Jugend debattiert" stehen sich seit fünf Jahren am Gymnasium Höchstadt jedes Jahr Schüler der neunten Klassen gegenüber, um über politische...
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Jasmin Pöthig, Julika Röhrs, Antje Schmidt und Sara Mattik (v. l.) standen im Finale. Foto: Yannick Hupfer
Jasmin Pöthig, Julika Röhrs, Antje Schmidt und Sara Mattik (v. l.) standen im Finale. Foto: Yannick Hupfer
Beim Wettbewerb "Jugend debattiert" stehen sich seit fünf Jahren am Gymnasium Höchstadt jedes Jahr Schüler der neunten Klassen gegenüber, um über politische Themen zu debattieren und um eine klare Position einzunehmen. Jeweils zwei Pro- und zwei Contra-Seiten gibt es pro Thema. Bevor die Neuntklässler ihr Argumentationstalent nächste Woche in einer Schulaufgabe unter Beweis stellen müssen, wurden die besten Debattanten jeder Klasse ausgewählt, um bei dem Schulwettbewerb mitzumachen.
Drei Themen haben die Schüler vorab bekommen, um sich zu informieren und um zu recherchieren. Ob sie in der Debatte die Pro- oder Contra- Seite einnehmen, wussten sie bis kurz vor Beginn nicht. Denn in zwei Vorrunden wurden die wiederum vier besten Schüler ermittelt, um im Finale vor den Augen der Mitschüler und von Direktor Bernd Lohneiß zu diskutieren. Bewertet wurden sie von Lehrern und von Schülern, die vergangenes Jahr ebenfalls an dem Wettbewerb teilgenommen hatten. Die Jurymitglieder hatten eigens eine Fortbildung besucht, um vorbereitet zu sein.


Von Fitness bis zur Politik

Am überzeugendsten argumentierte dieses Jahr Julika Röhrs, zweite wurde Sara Mattik, dritte und vierte Jasmin Pöthig und Antje Schmidt. Während in den Vorrunden am Mittwoch noch darüber diskutiert wurde, ob jeder Schultag mit einer Stunde Fitness beginnen sollte und ob an der Schule Haustiere gehalten werden sollten, ging es in der Finalrunde dann weitaus politischer zu: Die Schüler mussten sich die Frage stellen, ob das Wahlalter auf sechzehn Jahren herabgesetzt werden könnte.
Auf der Contra-Seite wurde unter anderem damit argumentiert, dass sich durch den demographischen Wandel die Maßnahme einer Herabsetzung nicht lohnen würde. Die Pro-Seite hingegen war vor allem dafür, dass man gleichzeitig den Sozialkundeunterricht vorzieht, damit die Schüler mehr politische Bildung bekommen sollen. Claudia Leupold-Neubauer, Koordinatorin von "Jugend debattiert" am Gymnasium Höchstadt, merkt an: "Debattant sein heißt, wie ein Anwalt zu fungieren." Die Aussagen der Schüler sind also nicht zwingend auch deren Meinung.


Regionalwettbewerb in Neustadt

Für Julika Röhrs und Sara Mattik ist "Jugend debattiert" damit nicht vorbei. Im Regionalwettbewerb in Neustadt an der Aisch müssen sie sich mit Schulsiegern aus ganz Mittelfranken messen. Sollten die Schüler vom Gymnasium Höchstadt auch hier gewinnen, geht es für sie in den Senatssaal des bayerischen Landtags zum Landesfinale, bevor es zum Bundesfinale nach Berlin gehen würde.

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