Westheim bei Haßfurt

Historischer Verein ordnet die vorgeschichtlichen Funde von Paul Hinz

Westheim — Der Historische Verein Landkreis Haßberge hat mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) einen Großteil der in der ehemaligen Schule in Westheim lagernden ar...
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Das Arbeitsteam beim Sichten und Sortieren der vorgeschichtlichen Fundstücke in der alten Schule Westheim, von links: Roland Spiegel, Archäologe Harald Heller und Monika Müller-Decoster.  Foto: Historischer Verein
Das Arbeitsteam beim Sichten und Sortieren der vorgeschichtlichen Fundstücke in der alten Schule Westheim, von links: Roland Spiegel, Archäologe Harald Heller und Monika Müller-Decoster. Foto: Historischer Verein
Westheim — Der Historische Verein Landkreis Haßberge hat mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) einen Großteil der in der ehemaligen Schule in Westheim lagernden archäologischen Fundstücke inventarisiert. Die Objekte stammen vor allem aus der Sammlung des ehemaligen Kreisheimatpflegers Paul Hinz, der über Jahrzehnte den nördlichen Steigerwald und sein Vorland intensiv auf vor- und frühgeschichtliche Siedlungsspuren untersucht hat. Davon sind zahlreiche Exponate im Maintal-Steigerwald-Museum Schloss Oberschwappach zu bewundern.
Rund 16 000 Stücke - von der steinzeitlichen Pfeilspitze bis zu mittelalterlichen Tonscherben - waren in Westheim zu sichten, sorgfältig zu sortieren, in eine Datenbank einzugeben, in geeigneten Behältnissen unterzubringen und dauerhaft zu kennzeichnen, wie der Verein jetzt zum vorläufigen Abschluss der Arbeiten mitteilte.
Nach einigen Vorarbeiten war der Verein im Oktober letzten Jahres mit dem Archäologen Harald Heller aus Erlangen, mit dem der Historische Verein einen Werkvertrag schloss, ans eigentliche Werk gegangen. Ihm zur Seite stand eine Reihe von Vereinsmitgliedern, um ihn bei seinen diffizilen Arbeiten zu unterstützen. Hilfestellung gaben Monika Müller-Decoster, die sogar über 100 ehrenamtliche Arbeitsstunden einbrachte, Roland Spiegel und Günther Reiß. Auch die ehemalige Kulturbeauftragte der Gemeinde Knetzgau, Elisabeth Ambros, der Leiter des Archäologischen Arbeitskreises Eltmann, Willi Lediger, sowie Kreisheimatpfleger Christian Blenk (Kirchaich) unterstützen das Projekt.
Nun präsentiert sich die Sammlung, fein säuberlich nach Fundorten und Materialgruppen geordnet und beschriftet, in haltbaren Kunststoffverpackungen, die wiederum übersichtlich in Kartons auf den Lagerregalen stehen. Über die angelegte Datenbank können jetzt Informationen zu Fundstücken und -orten rasch angezeigt werden. Sie sind dank des Ordnungssystems nun sofort auffindbar. red

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