Coburg

Hilfe bei Inkontinenz

Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an Inkontinenz. Genaue Zahlen zu erheben, ist schwierig, da Inkontinenz noch immer ein Tabuthema ist und ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an Inkontinenz. Genaue Zahlen zu erheben, ist schwierig, da Inkontinenz noch immer ein Tabuthema ist und von vielen verschwiegen wird. Zu intim und unangenehm ist der unkontrollierte Verlust von Urin oder auch Stuhl, der aus Schamgefühl in die soziale Isolation führen kann: Betroffene versuchen, irgendwie mit der Situation zurechtzukommen, meiden vielleicht Unternehmungen mit Freunden oder geben geliebte Hobbys auf. Dabei führt die ständige Angst vor Entdeckung tiefer und tiefer in den Rückzug.
"Wie wichtig das Wissen um die verschiedenen Ursachen, die Erkennung und eine wirksame Therapie ist, kann man daran erkennen, dass Inkontinenz nicht nur ein enormes gesundheitliches, soziales und psychologisches Problem, sondern auch die häufigste Ursache für die Einweisung in ein Pflege- oder Seniorenheim ist", erklärt Professor Dr. Dr. med. Walter Ludwig Strohmaier, Leiter des Kontinenzzentrums Coburg/Sonneberg, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie und Ärztlicher Direktor des Klinikums Coburg. Im Rahmen der internationalen Welt-Kontinenz-Woche lädt er am Mittwoch, 22. Juni, ab 17 Uhr Betroffene und Interessierte zu einem kostenlosen Informationstag rund um das Thema ein. Von 17 bis 19 Uhr referieren Experten der jeweiligen Fachgebiete im Klinikum Coburg (Medienraum der Geriatrie). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, praktische Übungen zur Stärkung des Beckenbodens kennenzulernen. Ziel der Welt-Kontinenz-Woche und der dazugehörigen Aktionstage in ganz Deutschland ist es laut Mitteilung, durch eine breite, öffentliche Diskussion und gut verfügbare Informationen zu einem angemessenen Umgang mit der Krankheit zu gelangen. red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren