Strössendorf

Heute Hahnenschlag

Mit dem Hahnenschlag auf dem Dorfplatz geht heute das Strössendorfer Kirchweihfest zu Ende. Nicht nur Gastfreundschaft und Geselligkeit liegen der Bevölkeru...
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In einer Kirchenparade mit Pfarrer Christian Brecheis und Musikanten ging es zum Festgottesdienst in die evangelische Kirche St. Katharina. Foto: Dieter Radziej
In einer Kirchenparade mit Pfarrer Christian Brecheis und Musikanten ging es zum Festgottesdienst in die evangelische Kirche St. Katharina. Foto: Dieter Radziej
Mit dem Hahnenschlag auf dem Dorfplatz geht heute das Strössendorfer Kirchweihfest zu Ende.
Nicht nur Gastfreundschaft und Geselligkeit liegen der Bevölkerung am Herzen, auch das christliche Leben nimmt in der evangelischen Kirchengemeinde einen besonderen Stellenwert ein. So formierten sich am Sonntagvormittag Pfarrer Christian Brecheis mit seinen Kirchenvorstehern, Bürgermeister Robert Hümmer und die Mitglieder des Gemeinderats sowie die Vertreter der Vereine aus Strössendorf und den Nachbarorten Neuses und Weidnitz am Hirtengraben, um unter den Klängen der Altenkunstadter Musikanten in die Pfarrkirche St. Katharina zu ziehen. Nach einem Vorspiel des Posaunenchors erklang machtvoll das Lied "Danke für diesen guten Morgen".


Predigt über den Glauben

Den Glauben griff der Seelsorger dann als ein zentrales Thema seiner Predigt auf. Nicht von ungefähr seien viele Menschen der Auffassung, nur etwas zu glauben, was sie auch sehen, greifen oder nachvollziehen können. Ähnlich, so Pfarrer Christian Brecheis, sei es einst in Strössendorf gewesen, als der Ministeriale Philipp Caspar Pfannenstiel viel Geld spendete, um nach der Plünderung im dreißigjährigen Krieg das Gotteshaus wieder herrichten zu lassen. "Man konnte es nicht vorhersehen, dass sich selbst nach Jahrhunderten in der Pfarrkirche St. Katharina Mitchristen zusammenfinden würden um einen evangelischen Gottesdienst zu feiern."
Die Vorfahren hätten somit Spuren eines festen Glaubens hinterlassen. Selbst in der heutigen Zeit sei dieser Glaube bei der Anschaffung der neuen Kirchenorgel deutlich geworden. Am Kirchenportal sei eine Glocke aus dem früheren Geläut zu sehen, die den Namen "Glaube" trage. "Mag sein, dass der Glauben es manchem nicht ganz einfach macht. Sie sollten aber dennoch erkennen, dass er ihnen den Blick über die Wirklichkeit hinaus eröffnet", schloss der Geistliche.


Prächtiger Gockel

Nach dem Abendmahl und dem kirchlichen Segen endete der Festgottesdienst mit feierlichem Glockengeläut. Viele verweilten danach noch im Kirchweihort. Ein besonderes Ereignis steht heute mit dem Hahnenschlag noch bevor. Die heimischen Vereine haben schon einen prächtigen Gockel "geortet", der mit etwas Geschick von jedem gewonnen werden kann, der sich aktiv beteiligt. Beginn ist um 18 Uhr.

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