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Höchstadt

Herzsportgruppe hilft bei der Rehabilitation

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Höchstadt — Seit März 2013 besteht die Herzsportgruppe des TSV Höchstadt. Derzeit hat diese Abteilung des TSV 70 Mitglieder. Am Donnerstag, 26. Juni, veranstaltet die Gruppe im Rahmen ihres Trainings von 17 bis 19 Uhr in der Turnhalle des Gymnasiums einen Tag der offenen Tür. Dabei können sich interessierte Bürger mit oder ohne kardiale Erkrankungen über die Möglichkeiten zur Ausübung von Sport erkundigen.
Herzsport ist eine Rehabilitationsmaßnahme für Patienten mit kardialen Erkrankungen. Nach Abschluss der kardiologischen Behandlung wird zur Wiederherstellung und Optimierung der durch die Erkrankung möglicherweise reduzierten körperlichen Fähigkeiten der Herzsport ärztlich verordnet und von den Krankenkassen je nach Krankheitsbild des Einzelnen finanziell gefördert.
Beim TSV werden die Patienten nach einer kardiologischen Untersuchung hinsichtlich ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit und der Rehabilitationsziele beurteilt und danach in verschiedene Gruppen eingeteilt, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Das Training leitet die speziell ausgebildete Herzsport-Übungsleiterin Renate Heindel.

Falsche Schonung vermeiden

Der Patient soll seine individuellen Möglichkeiten im Rahmen der jeweiligen Erkrankung (und daraus resultierenden Einschränkungen) einschätzen und nutzen lernen. Die Situation nach kardialen Erkrankungen ist für den Patienten in zweierlei Hinsicht problematisch: er muss die neue physiologische Situation annehmen und seine neuen Grenzen kennenlernen, und er muss die psychologische Problematik (Erkennen der eigenen Schwäche/Schwächung und daraus resultierender Belastungsangst) überwinden. Daher ist laut der Pressemitteilung nicht eine Ausdauer-/Leistungssteigerung das Ziel einer Herzsportgruppe, sondern die Vermeidung falscher Schonung, die Anpassung der Koordination und das Erkennen der vorhandenen Leistungsfähigkeit und deren Grenzen.
Chronische Herzerkrankungen wirken auf den gesamten Organismus. Durch eine "Überschonung" werden die negativen Auswirkungen erhöht, eine der Erkrankung angepasste körperliche Betätigung wirkt dem entgegen und verbessert den Allgemeinzustand. red

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