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Kulmbach

"Herzkissen" bewirken viel Gutes

Vanessa, Fünftklässlerin der Mittelschule Neuenmarkt-Wirsberg, strahlte: "Das war eine gute Aktion, weil wir den Krebspatientinnen helfen konnten, dass es n...
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Die fünfte Klasse der Mittelschule Neuenmarkt-Wirsberg hat "Herzkissen" für Brustkrebspatientinnen genäht und selbst ins Klinikum Kulmbach gebracht. Die Initiatorin der Aktion, Diana Miscolci (links), Leitender Arzt Benno Lex (Zweiter von links), Psycho-Onkologe Jürgen Wickles (Vierter von rechts) sowie Geschäftsführerin Brigitte Angermann (Dritte von rechts) bedankten sich herzlich für die gute Tat der Schüler. Foto: privat
Die fünfte Klasse der Mittelschule Neuenmarkt-Wirsberg hat "Herzkissen" für Brustkrebspatientinnen genäht und selbst ins Klinikum Kulmbach gebracht. Die Initiatorin der Aktion, Diana Miscolci (links), Leitender Arzt Benno Lex (Zweiter von links), Psycho-Onkologe Jürgen Wickles (Vierter von rechts) sowie Geschäftsführerin Brigitte Angermann (Dritte von rechts) bedankten sich herzlich für die gute Tat der Schüler. Foto: privat
Vanessa, Fünftklässlerin der Mittelschule Neuenmarkt-Wirsberg, strahlte: "Das war eine gute Aktion, weil wir den Krebspatientinnen helfen konnten, dass es nicht so weh tut." Ihr Klassenkamerad Philip nickte zustimmend. Mit der ganzen fünften Klasse, Konrektorin Sabine Mörlein und weiteren Lehrkräften war die Mittelschule ins Klinikum Kulmbach gekommen, um dort mehr als 20 selbst genähte "Herzkissen" zu überreichen.


Schmerzlinderung und Trost

Im Fach Werken und textiles Gestalten hatten die Schüler dafür sogar das Nähen mit der Maschine gelernt. Das alles für eine gute Tat: Wenn Frauen an Brustkrebs erkranken, lindern die Kissen, unter den Arm geklemmt, den Schmerz nach der Operation. Und noch mehr Gutes können diese Kissen bewirken. Sie geben vielen Frauen auch Trost, weiß Psycho-Onkologe Jürgen Wickles.
Diana Miscolci, selbst Brustkrebspatientin, hat die Aktion "Herzkissen" am Klinikum Kulmbach etabliert. Sie und einige andere Patientinnen dankten den Schülern sowie etlichen Geschäften und Unternehmen in Kulmbach Stadt und Land, die Stoffe und Füllmaterialien gespendet oder Spendenboxen aufgestellt haben, damit nötige Materialien gekauft werden können.
"Viele Frauen sind dankbar für diese Kissen", erklärte Jürgen Wickles den Schülern. Eine Patientin berichtete, wie das Kissen ihre Schmerzen gelindert und ihr das Einschlafen erleichtert habe. "Und dekorativ ist das Kissen obendrein, ein echter Trost. Man tut sich ja schwer mit dieser Krankheit, da nimmt man das Kissen schon deswegen gern, weil man sich rankuscheln kann", sagte sie und machte den Kindern deutlich, wie wichtig ihre Arbeit gewesen ist.
Großes Lob für das Klinikum Kulmbach gab es von Konrektorin Sabine Mörlein. Sie berichtete, wie gut der Vortrag von Frauenärztin Maxi Roßberg zum Thema Brustkrebs von den achten, neunten und zehnten Klassen angenommen worden sei. Besonders die Tipps, wie Frauen ihre Brust selbst abtasten können, seien eine wichtige Aufklärungsarbeit, sagte Sabine Mörlein.
Etwa 150 Frauen würden als Neuerkrankte Jahr für Jahr am Klinikum Kulmbach wegen einer Brustkrebserkrankung behandelt, berichtete Leitender Arzt Benno Lex. Dazu kämen noch etwa 30 Frauen, bei denen der Krebs zurückgekommen ist. Der Bedarf an "Herzkissen" sei also durchaus groß. Der Arzt hoffte, dass noch weitere Schulen mitmachen, solche Kissen mit ihren Schülern zu fertigen. Stoff und Füllmaterial werde in aller Regel gestellt. Nur die Arbeit für den guten Zweck müsste getan werden.
Auch die Schülersprecher Nicolas Töpfer und Dominik Miscolci waren zur Übergabe gekommen. "Wir finden die Aktion richtig toll", betonten beide.


Dank an FOS/BOS-Schüler

Die Geschäftsführerin des Klinikums, Brigitte Angermann, brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass das Beispiel Schule macht. "Vielleicht interessieren sich ja noch andere Schulen dafür, mit dieser Aktion Gutes zu tun", sagte sie und bedankte sich auch bei den Schülern der Kulmbacher FOS/BOS. Die backen jedes Jahr Plätzchen und verkaufen sie. Den Erlös haben die Schüler in diesem Jahr ebenfalls für die Kulmbacher "Herzkissen" gespendet.
Die Mittelschüler aus Neuenmarkt fuhren glücklich und zufrieden nach Hause, nachdem sie von betroffenen Frauen selbst gehört haben, wie hilfreich die bunten herzförmigen Kissen sind, die sie im Unterricht genäht haben. Lehrerinnen und Schüler zeigten sich durchaus angetan von dem Gedanken, die Aktion zu wiederholen.
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