Coburg

Herzensbrecher mit vier Beinen

Ausstellung  In der alten Angerturnhalle trafen sich am gestrigen Sonntag zum 20. Mal die Liebhaber von Kleinhunden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Cornelia Kramer aus Lautertal knuddelt ihren Cavalier-King-Charles-Spaniel "Freddi". Fotos: Gabi Arnold
Cornelia Kramer aus Lautertal knuddelt ihren Cavalier-King-Charles-Spaniel "Freddi". Fotos: Gabi Arnold
+3 Bilder
von unserer Mitarbeiterin Gabi Arnold

Coburg — Geduldig lässt sich der Malteserrüde "Jody" sein langes weißes Fell frisieren. "Hans", ein Shih Tzu-Rüde, hat die Prozedur bereits hinter sich. Mit Schleifen im glänzenden Fell und perfekt gestylt sitzt er auf dem Tisch und wartet geduldig auf seinen Auftritt. "Shih Tzu sind seit langem wieder dabei", sagt Ausstellungsleiterin Sigrid-Rosemarie Bähring-Kuhlmey. Insgesamt 85 Vertreter von elf Rassehunden präsentieren sich in voller Anmut und Schönheit.
"Die Aussteller kommen mit ihren Hunden aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus Dänemark", erklärt Bähring-Kuhlmey. Möpse, Malteser, Cavalier-King-Charles-Spaniel, Chihuahuas und als Besonderheit heuer die Chinese Crested Dogs, die sich als haarlose oder behaarte Variante dem Publikum und vor allem der Jury zeigen.
Junghunde und Veteranen stellen sich den kritischen Blicken des Preisrichters Bertold Petersburs. Bewertet werden die Tiere nach Rassestandard-Kriterien, beispielsweise der Fellbeschaffenheit, dem Gewicht, der Zeichnung, dem Körperbau oder Zustand des Gebisses. Die "Noten" reichen von "vorzüglich" bis "disqualifiziert".


Ein freundliches Gemüt

Aus der Region Coburg treffen die Besucher Cornelia Kramer mit ihrem Liebling "Freddi", einem 22 Monte alten Cavalier-King-Charles-Spaniel. Die Lautertalerin schätzt das freundliche und ausgeglichene Wesen ihres Vierbeiners: "Die Tiere sind nicht aggressiv und sehr zutraulich", erzählt sie. Im Jahr 1998 sei sie auf diese Hunderasse aufmerksam geworden, weil sie einen kleinen Hund wollte, und seitdem ist sie bei den "Cavalieren" geblieben. Dank seiner Größe und seines freundlichen Gemütes könne sie ihn überall problemlos mitnehmen, sogar am Arbeitsplatz sei "Freddi" willkommen. "Ich arbeite in der Mauritiusschule, und da kann er mit." Das Fell des Hundes muss sie regelmäßig bürsten, damit es keine Knoten gibt, und ab und zu wird der Hund gebadet.
Cornelia Kramer gehört zu den Hobby-Ausstellern, für die es schwierig ist, sich gegen die Profi-Aussteller durchzusetzen und einen der begehrten Titel holen. Aber Titel hin, Titel her: "Mein Ziel ist es in erster Linie, dass ich einen guten Begleithund habe." An den Ausstellungen nimmt sie auf Rat der Züchterin teil. "Ich stelle aus, weil sie meint, Freddi sei ein sehr schöner Hund."
Zu den Profis gehört Birgit Holler, die seit Beginn der Ausstellung im Jahr 1995 nach Coburg kommt. Ihr hat es die kleinste Hunderasse Chihuahua angetan. Zehn bis 15 Hunde hält die Züchterin im Moment zuhause in der Nähe von Hessen. "Die kleinen Hündchen werden immer populärer", berichtet sie. Mühelos könne man Chihuahuas in jeder Wohnung halten, und sie seien überall sehr willkommen. "Da passen auch gerne mal die Nachbarn auf." Zur Ausstellung hat die Hessin "Paloma", eine eineinhalb Monate alte Hündin, und "Cool-Boy", der vier Jahre alt ist, mitgebracht.


20 Minuten Fellpflege täglich

Inzwischen ist auch "Jody" fertig gestylt für den Auftritt. Seine Besitzerin, Petra Dickhardt aus Mönchengladbach, hält vier dieser Malteser-Hündchen. Sie nimmt es gerne in Kauf, dass die Fellpflege pro Hund gut 20 Minuten täglich in Anspruch nimmt. Es lohnt sich: "Ich hatte auch schon einen internationalen Champion." Veranstaltet hat die Ausstellung der Deutsche Malteser-Club Coburg, in Zusammenarbeit mit neun weiteren Rassezuchtvereinen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren