Untersteinach
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Heinz Burges ist jetzt Ehrenbürger

Die außerordentlichen Verdienste des früheren Untersteinacher Bürgermeisters wurden auch mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde gewürdigt.
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Brennholz machen - dafür hat Heinz Burges endlich Zeit, seitdem er in Ruhestand ist. Foto: Archiv/Matthias Beetz †
Brennholz machen - dafür hat Heinz Burges endlich Zeit, seitdem er in Ruhestand ist. Foto: Archiv/Matthias Beetz †
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24 Jahre lang war Heinz Burges Bürgermeister von Untersteinach. "Seine Handschrift ist in Untersteinach, Gumpersdorf und Hummendorf nicht zu übersehen", sagte der amtierende Bürgermeister Volker Schmiechen beim Festakt am Montagabend im vollbesetzten Gemeindesaal. Dabei ist Untersteinach die Wahlheimat von Heinz Burges.
1976 zog er mit seiner Frau Ingrid und den beiden Kindern von Tröstau in die Untersteinacher Hauptstraße. Einige Jahre später baute sich die Familie in der Goethestraße ein Eigenheim, das 1984 bezogen wurde. Seine politische Heimat fand Burges in der SPD, kandidierte 1984 für den Gemeinderat und wurde bei der konstituierenden Sitzung zum Stellvertreter des damaligen Ersten Bürgermeister Walter Arlt gewählt. Bereits 1990 stellte er sich der Wahl als Nachfolger Arlts und leitete die Geschicke seiner Wahlheimatgemeinde Untersteinach bis 2014 zukunftsorientiert und vorbildlich.
Im gleichen Jahr erhielt Heinz Burges zudem das Vertrauen als Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach und trat auch an die Spitze des Grund- und Hauptschulverbandes. Von 2004 bis 2014 stand er zudem dem Abwasserzweckverband der Schorgasttalgemeinden vor.
In seiner Amtszeit wurde das neue Feuerwehrhaus gebaut, zudem brachte Burges die Dorferneuerung nach vorne und schloss sie ab. Das gesamte Areal rund um den Dorfplatz wurde aufgewertet und sehenswert gestaltet. Sehr gut angenommen werden der Festplatz, Dorfteich und Mehrgenerationenspielplatz in der Pointwiese sowie im Alten Rathaus die zweite Arztstelle. Er trieb die Erweiterung des Gewerbegebiets und die Ansiedlung neuer Betriebe voran und schaffte attraktive Bauplätze und Kinderspielplätze in den Baugebieten Melm 1 und Melm 2.
Auch der Schule am Bühl hat Heinz Burges seinen Stempel aufgedrückt. Sie wurde mit Weitsicht und Hartnäckigkeit im Konjunkturprogramm 2 energetisch saniert, hinzu kam der neue Schulsportplatz. Glücksgriffe waren der Bau des Kindergartens, der Krippe und des Hortes. Wörtlich zu verstehen ist das letzte große Projekt, die Dorferneuerung Gumpersdorf, in deren Umsetzung die Bevölkerung eng mit eingebunden war. Nicht verwirklichen konnte Heinz Burges in seiner 24-jährigen Amtszeit den Bau der Ortsumgehung. Doch im nächsten Frühjahr ist nun Spatenstich - nach über 40 Jahren Kampf. Zumindest als Ehrenbürger darf Heinz Burges in vorderster Front mit dabei sein. Lang ist zudem die Liste der engagierten Vereinsarbeit des neuen Untersteinacher Ehrenbürgers.
"Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts ist die höchste Auszeichnung, sie würdigt in vielfältiger Weise das herausragende Engagement für das Gemeinwesen", sagte Bürgermeister Volker Schmiechen. Auch Landrat Klaus Peter Söllner zollte Respekt für die Lebensleistung von Heinz Burges. "Er hat die Ehrenbürgerwürde mit höchster Berechtigung erhalten."
"Der Heinz ist ein Pfiffikus, weiß, was er will und geht zielstrebig - wie bei der energetischen Sanierung der Schule - seinen Weg. Bei ihm passt die Welt, wenn er gewonnen hat", sagte die Landtagsvizepräsidentin Inge Aures über ihren Parteikollegen.
"Ehrenbürger, das ist eine hohe Auszeichnung für einen Mann, der Großes in seiner Gemeinde geleistet hat und auch weiter erbringt", sagte Landtagsabgeordneter Martin Schöffel (CSU).
Heinz Burges freute sich natürlich über die Lobesworte und zeigte sich stolz auf die Auszeichnung. Er dankte aber auch allen Wegbegleitern, die ihn bei seiner Arbeit in all den Jahren unterstützt haben. Seinem Nachfolger Volker Schmiechen wünschte er viel Erfolg.
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