LKR Bamberg

Heimserie in Gefahr

Die zuhause noch unbesiegten Breitengüßbacher erwarten zum Derby den Nachbarrivalen aus Ebing.
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Auf Jan Dippold (r.) muss die Breitengüßbacher Hintermannschaft aufpassen. Der Ebinger Sturmführer war in dieser Saison schon sechsmal erfolgreich. Foto: sportpress
Auf Jan Dippold (r.) muss die Breitengüßbacher Hintermannschaft aufpassen. Der Ebinger Sturmführer war in dieser Saison schon sechsmal erfolgreich. Foto: sportpress
Die beiden Spitzenplätze in der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West werden zwar weiter von zwei Aufsteigern belegt. Doch vor Runde 8 steht nun der TSV Sonnefeld allein ganz oben. Dicht dahinter folgt der TSV Breitengüßbach, dem ein schweres Derby gegen die SpVgg Ebing (Platz 7) ins Haus steht. Tabellenmäßig weiter hinten steigt das nächste Derby zwischen dem TSV Schammelsdorf (12.) und dem FSV Unterleiterbach (14.).

TSV Breitengüßbach -
SpVgg Ebing

Dieses Nachbarduell hat es wirklich in sich. Auf der einen Seite die Gäste, eine etablierte Bezirksligamannschaft, und auf der anderen Seite ein Team, das erstmals in dieser Liga spielt. Doch durch seine erfahrenen Akteure fand sich der TSV, der alle seine vier Heimspiele gewann, schnell in der neuen Liga zurecht, spielte bislang forsch und sehr erfolgreich mit. Der Lohn für die Hausherren: immer ein Spitzenplatz. TSV-Trainer Roman Herl: "Wir haben in den letzten beiden Spielen extrem viel Glück gehabt und die Punkte den beiden Torhütern zu verdanken. Wir müssen uns nun wieder stabilisieren. Dies ist gegen diesen sehr erfahrenen Gegner unbedingt nötig, um unseren Heimnimbus zu wahren."
Die Ebinger hingegen sind aufgrund ihrer letztjährigen Platzierung als einer der Mitfavoriten auf Platz 1 bzw. 2 gehandelt worden. Die Schützlinge von Trainer Heiner Dumpert hatten sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gefangen, holten sieben Punkte aus drei Partien, mussten sich aber zuletzt gegen den Aufsteiger TSV Sonnefeld mit 0:2 geschlagen geben. Dies aber kann für die Gäste nur Ansporn sein, gegen die Güßbacher zu punkten. Interessant auf jeden Fall ist das Duell der beiden Torjäger Waldemar Mayer (8) bei der Heimelf und Jan Dippold (6) auf der Gegenseite. SpVgg-Coach Dumpert: "Es wird sicher ein emotionales Derby, das von beiden Mannschaften intensiv geführt werden wird. Aus einer guten Ordnung heraus müssen wir diese Begegnung angehen. Auf die Besonderheiten des Gegners gilt es zudem ein Augenmerk zu haben."

TSV Schammelsdorf -
FSV Unterleiterbach

Wenn der FSV morgen im Derby beim TSV Schammelsdorf antritt, unternimmt er den nächsten Versuch, endlich auch mal auswärts zu punkten. Dies ist den Gästen bislang noch nicht gelungen. Ihre Hausaufgabe beim 4:0-Erfolg gegen den TV Ebern aber haben die Unterleiterbacher souverän erledigt. Gut möglich, dass sie nun mit mehr Selbstvertrauen in dieses Spiel gehen. Gegen einen Gegner, der, allerdings in doppelter Unterzahl, jüngst trotz engagierter Leistung mit 1:4 beim FC Oberhaid den Kürzeren zog. Die Jungs von Spielertrainer Dominik Kauder sehen jedoch diese Partie als "Wiedergutmachung" an. Sie müssen eigentlich die drei Zähler einfahren, denn auch der TSV war bislang auswärts noch keine Macht. Es wird also ein Match, das mehr vom Kampf und Einsatz bestimmt ist, so wie es in Partien von hinten stehenden Teams aber auch erforderlich ist.

DJK Bamberg II -
ASV Kleintettau

Mit dem ASV Kleintettau steigt für die Bayernliga-"Zweite" das nächste Aufsteigerduell. Die Männer von Trainer Mario Bail haben sich zurückgemeldet. Insbesondere der 3:2-Auswärtserfolg beim TSV Marktzeuln beeindruckte. Denn dort musste die DJK eine Stunde in Unterzahl auskommen und siegte dennoch. Der morgige Gegner hatte einen Superstart, fiel nach drei Niederlagen aber zurück. Doch scheint der ASV wieder auf dem aufsteigenden Ast. Jedenfalls kam das 2:2 gegen Breitengüßbach nicht von ungefähr. Die Bamberger werden also nicht mehr auf einen verunsicherten Kontrahenten treffen. Der Gegner wird seine mannschaftliche Geschlossenheit, ein Trumpf des ASV, in die Waagschale werfen. Doch kann Don Bosco an die letzten Leistungen anknüpfen, wären die nächsten drei Punkte keine Überraschung, sondern nur die logische Folge für die guten Vorstellungen.

SV Merkendorf -
TSV Marktzeuln

Nichts Neues beim SV Merkendorf; die Truppe von Trainer Ralf Schmitt bleibt ihren Ergebnissen treu. Das 1:1 gegen den TSV Ebensfeld war für die Hausherren das fünfte Unentschieden in Serie. Das Ergebnis ist sogar als Erfolg zu werten, da der Ausgleichstreffer sehr spät fiel. Klar, dass solche Resultate die hoch eingeschätzten Merkendorfer nicht weiter bringen. Man kann es aber auch positiv sehen: fünfmal infolge nicht verloren. Wann also bricht der Bann beim SVM? Es wäre erst Sieg Nr. 2. Von den Ergebnissen der Gäste aus Marktzeuln her müsste dies für die Hausherren machbar sein. Der TSV hat nach sehr gutem Beginn die letzten vier Spiele verloren. Doch die Zeulner verstehen es zu kämpfen. Zudem haben sie mit Adrian Kremer einen Goalgetter in ihren Reihen, der bereits achtmal traf.

TSV Ebensfeld -
Bosporus Coburg

Wenn die Schützlinge von Trainer Klaus Gunreben morgen auf Bosporus Coburg treffen, den für die Meisterschaft am häufigsten gehandelten Kandidaten, finden sie sich weiterhin auf einem der hinteren Ränge wieder. Der ganz große Befreiungsschlag blieb bislang aus. Dass der TSV nicht weiter oben steht, hat er sich schon selbst zuzuschreiben. Durch Last-Minute-Tore in Sonnefeld und jüngst beim SV Merkendorf gaben die Ebensfelder vier Punkte her. Auch die Torausbeute von gerademal sieben Treffern lässt sehr zu wünschen übrig; nur gut, dass da die Defensive funktioniert. Diese muss auch gegen die Coburger über die gesamte Distanz hellwach sein, auch wenn die türkische Mannschaft noch nicht die große Konstanz besitzt. Für die Hausherren jedenfalls ist es eine sehr reizvolle Aufgabe. Hier können sie beweisen, dass sie weit besser sind, als es ihr Tabellenplatz widerspiegelt.

TSV Mönchröden -
FC Oberhaid

Dort, wo derzeit der FC Oberhaid steht, auf Platz 3, hatte man eigentlich die Hausherren erwartet. Dies schien auch machbar, nachdem der TSV aus vier Partien zehn Punkte holte. Die Aufholjagd der Hüttl-Schützlinge wurde aber durch zwei Niederlagen danach gestoppt; sie fielen wieder ins Mittelfeld zurück. So treffen die Jungs von FC-Trainer Alex Stretz auf einen Gegner, der unbedingt wieder punkten will, ja muss, denn er will nach oben. Doch die Gäste können durchaus selbstbewusst nach Mönchröden fahren. Die Mischung stimmt, und die Verteidigung beginnt schon im Angriff, so der FC-Coach. Dies ist gegenüber der Vorsaison ein Fortschritt, die Erfolge belegen dies. So gehen die Oberhaider durchaus auf Augenhöhe in diese Partie.

TV Ebern -
SpVgg Stegaurach

Die einzig noch sieglosen Teams treffen in diesem Kellerderby aufeinander. Auf ganze vier Tore brachte es jede Mannschaft bisher. Folgerichtig stehen sie hinten drin. Bei den Hausherren wartet man eigentlich auf den Urknall, denn der Kader der Fischer-Truppe hat sich nicht so wesentlich verändert. Es stand kein Neuaufbau an. Ganz im Gegensatz zu den Stegaurachern, die mit einer neuen, dazu noch weitgehend unerfahrenen Bezirksliga-Mannschaft den Abstieg vermeiden wollen. Der neue Trainer Mathias Ganzmann ist um diese Aufgabe nicht zu beneiden. Die SpVgg gibt immer alles, doch bislang reichte es noch nicht wirklich. So kommt dieser Begegnung schon eine besondere Bedeutung zu.

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