Haßfurt
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Heimat in den Händen

Haßfurter Realschüler entwerfen Bauwerke und drucken sie dreidimensional aus.
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Sie haben das Brandenburger Tor nachgebaut (von links): Kevin Keß, Robin Hehn und Hendrik Weinberger von der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule in Haßfurt.  Fotos: Maximilian Glas
Sie haben das Brandenburger Tor nachgebaut (von links): Kevin Keß, Robin Hehn und Hendrik Weinberger von der Dr.-Auguste-Kirchner-Realschule in Haßfurt. Fotos: Maximilian Glas
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Druckfrische, dreidimensionale "Minions" für alle, hieß es am Ende des Schnuppertages der Klasse 9d der Dr.-Auguste-Kirchner- Realschule aus Haßfurt. Die Schüler waren zu Besuch bei dem Lichtenfelser Unternehmen "Concept Laser", das 3-D-Drucker herstellt.


Bauwerke aus der "Heimat"

Der Grund: In allen neunten Klassen an den bayerischen Realschulen findet jährlich ein fächerübergreifendes Projekt statt. Die Schüler der 9d aus Haßfurt hatten am Projekt "Die Heimat in den Händen halten - Von der reinen Idee zum Modell" in den Fächern IT (Informationstechnologie) und Deutsch teilgenommen. Für das Projekt setzten sich die Schüler zwei Wochen lang mit dem Thema "Heimat" auseinander. "Dann konnten sie sich in Gruppen Bauwerke aussuchen, die sie mit dem Begriff ,Heimat‘ verbinden", erklärte Lehrerin Birgit Bezold. Anschließend stellten die Jugendlichen diese Gebäude und Bauwerke mit dem CAD-Programm "Solid Edge" am Computer im IT-Unterricht nach.
"Und nun können ein paar Schüler ihre Bauwerke bald tatsächlich in den Händen halten", sagte Bezold zu Beginn des Schnuppertages in Lichtenfels.


Aus dem Computer in die Hand

Denn dank der Kooperation mit der Firma "Concept Laser" aus Lichtenfels konnten die Schüler mit eigenen Augen sehen, wie aus ihren Computermodellen nach und nach kleine, dreidimensionale Nachbildungen entstanden. Denn das Unternehmen hatte sich bereiterklärt, die drei besten Bauwerke in Metall auszudrucken.
Die Schüler hatten vor Wochen das Computerprogramm "Solid Edge" gestartet, auf einen leeren, blauen Bildschirm geschaut und angefangen zu konstruieren. "Sie haben sich hineingefunden in die Arbeit und sich engagiert", berichtete Birgit Bezold.


Auch in den Pausen konstruiert

Und zur Freude der Lehrkräfte: auch in den Pausen gearbeitet. "Es kamen tolle Ergebnisse heraus, die sich sehen lassen können", zeigte sich IT-Lehrerin Anke Männer voll des Lobes. Nach zahlreichen Unterrichtseinheiten, in denen sich die Schülerinnen und Schüler sehr viel Mühe gegeben hatten, konnte man die Ergebnisse der einzelnen Gruppen jedoch anfangs nur auf Papier ausgedruckt begutachten. Umso größer war die Freude, dass man das Projekt mit dem Besuch bei der Lichtenfelser Firma "Concept Laser" nun erfolgreich krönen konnte.
Die besten drei Bauwerke wurden in Metall ausgedruckt und bei einem Besuch übergeben: Das Brandenburger Tor und die Kirche von Unterhohenried durften die Konstrukteure nun in ihren Händen halten. Das Modell vom Zeiler Käppele ging beim Druck kaputt, wird jedoch per Post an die Schule geschickt. Die Drucke werden dann in der Realschule ausgestellt. cr/fis



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