Neunkirchen am Brand

Hausbesitzer darf Fachwerk überputzen

Bei den Sanierungsmaßnahmen in einem Anwesen in der Forchheimer Straße, das einem Neunkirchner Gemeinderat gehört, ist nach dem Abschlagen des Putzes ein Fa...
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Bei den Sanierungsmaßnahmen in einem Anwesen in der Forchheimer Straße, das einem Neunkirchner Gemeinderat gehört, ist nach dem Abschlagen des Putzes ein Fachwerk festgestellt worden.
Die vorläufigen Kosten belaufen sich auf 41 313 Euro. Darüber hinaus laufen wohl Kosten in Höhe von 15 000 Euro auf, da der Putz noch großflächiger abgetragen werden muss. Ein Ortstermin mit einem Fachwerkexperten hat inzwischen stattgefunden, auch der Neunkirchner Ortsheimatpfleger war dabei. Der Besitzer selbst habe zwar großes Interesse daran, das Fachwerk aufzuarbeiten, kann die Mehrkosten aber nicht selbst stemmen. Da mit der Sanierung bereits begonnen und das Fachwerk erst nachträglich sichtbar wurde, könnte dies als einzelner Förderabschnitt angesehen werden und die Förderung bei der Oberfrankenstiftung in Bayreuth und bei der Landesstiftung beantragt werden.


Zu hoher finanzieller Aufwand

Martin Walz (CSU) betonte, dass sich der Markt nicht nur mit zehn Prozent beteiligen könne. Dies würde den Besitzer des Hauses finanziell überfordern.
Eine höhere Förderung durch den Markt sei allerdings auch bedenklich, da diese Sanierung kein Einzelfall bleiben würde, sondern auch andere Denkmalhäuser folgen könnten. Eine Ungleichheit in der Behandlung sah Bettina Wittmann (Grüne). Andere würden viel privates Geld in die Hand nehmen, um das Fachwerk zu erhalten. Sie schlug deshalb vor, einen Fonds zu gründen.
Den Vorwurf der Ungleichheit wollte Bürgermeister Heinz Richter (FWG) nicht auf sich sitzen lassen. "Jeder Fall wird einzeln betrachtet. Auch der Heimatpfleger macht es sich nicht leicht."
Einstimmig, jedoch ohne ohne Beteiligung des betroffenen Gemeinderats, erlaubten die Räte dem Hausbesitzer, das Fachwerk wieder zu überputzen. Sowohl der Gemeinde als auch dem Hausbesitzer war der finanzielle Aufwand am Ende einfach zu hoch.

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