Haßfurt

Haßfurter Burkard trifft genau

Sportschiessen  Beim 32. Großkaliberschießen der Königlich privilegierten Schützengesellschaft Haßfurt setzte er von zehn Schuss acht in die Mitte der Scheibe. In drei Kategorien kämpften 80 Teilnehmer um den Sieg.
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Thorsten Wrobel von der SG Hildburghausen richtet sein Gewehr auf die Scheibe ein. Er startete in der Kategorie Zielfernrohrgewehr mit einem Selbstladegewehr aus amerikanischer Fertigung.  Foto: privat
Thorsten Wrobel von der SG Hildburghausen richtet sein Gewehr auf die Scheibe ein. Er startete in der Kategorie Zielfernrohrgewehr mit einem Selbstladegewehr aus amerikanischer Fertigung. Foto: privat
Haßfurt — Zum 32. Mal in ununterbrochener Folge veranstaltete die Königlich privilegierte Schützengesellschaft Haßfurt ihr Großkalibergewehrschießen auf der Schießanlage an der Sailershäuser Straße. Überwiegend aus Franken, aber auch aus Thüringen, Hessen und Baden-Württemberg waren 80 Schützen gekommen, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr wie Schützenmeister Gerhard Hartmann bedauernd feststellte.
Da freute es ihn besonders, dass von der Reservisten-Arbeitsgemeinschaft Giesel bei Fulda wieder über zehn Teilnehmer gekommen waren, die die Chance nutzten, sich mit ihren alten Ordonnanz- und modernen Zielfernrohrgewehren im sportlichen Wettkampf zu beweisen.
Die drei Wertungsklassen unterschieden sich nach Art der Waffen und der zugelassenen Hilfsmittel: Kategorie 1 Ordonnanzgewehr (ehemalige Militärwaffen bis Einführungsjahr 1963 mit Kimme-und-Korn-Visierung, die Verwendung von Schießriemen und spezieller Schießkleidung ist nicht zulässig); Kategorie 2 Zielfernrohrgewehr (überwiegend Jagdgewehre, die ebenfalls ohne spezielles Zubehör sein müssen) und Kategorie 3 Offene Klasse (Gewehre mit beliebiger Visierung; hier sind Schießriemen, Flimmerband, spezielle Schießkleidung sowie die Verwendung einer Auflage erlaubt).
In jeder Kategorie lockten für die vorne Platzierten als Preise handgetöpferte und mit Namen versehene Bierkrüge. Außerdem gab es für jeden eine Teilnahmeurkunde.

Lokalmatador vorne

In der Kategorie Ordonnanzgewehr, der Klasse mit der stärksten Beteiligung, sicherte sich mit 95 von 100 möglichen Ringen und fünf Innenzehnern Lokalmatador Heinrich Finkernagel den ersten Platz. Nur knapp dahinter lag Manfred Müller von der PSG Wunsiedel mit ebenfalls 95 Ringen, aber nur zwei Innenzehnern. 92 Ringe und zwei Innenzehner schoss der Drittplatzierte, Jürgen Schallenberger vom KKS Trennfurt. Fünfter wurde Stefan Buc (88/2, SG Haßfurt).
In der Kategorie Zielfernrohrgewehr setzte sich Peter Artmann von der HSG Forchheim mit 98 Ringen und drei Innenzehnern klar vor Thorsten Wrobel (96/2) von der SG Hildburghausen an die Spitze. 94 Ringe reichten Sven Weigand von der SG Partenstein für Rang 3, gefolgt von Winfried Brückner (91/1, Schweinfurt) sowie den Haßfurtern Stefan Buc und Stefan Burkard (jeweils 87/1).
In der offenen Klasse, wo die Schützen mit ihren Hochleistungsgewehren auf eine sehr kleine Scheibe zielen müssen, kommt es neben sicherem Auge und ruhiger Hand entscheidend auf die Präzision im Zusammenspiel von Gewehr und Munition an. Die meisten Schützen laden ihre Patronen selbst und tüfteln in aufwändigen Versuchen so lange an der optimalen Laborierung, bis eine Serie, ohne Fehler des Schützen, Loch in Loch in etwa auf der Fläche eines Fünf-Cent-Stückes landen würde.

Sieben Mal 100 Ringe

So verwundert es nicht, dass die sieben Bestplatzierten jeweils volle 100 Ringe schossen und sich die Rangfolge aus der Zahl der Innenzehner oder der zweitbesten Serie ergab. Den Sieg errang mit kaum überbietbaren acht Innenzehnern der Haßfurter Stefan Burkard vor Detlev Oberländer von der SG Königsee mit ebenfalls 100/8. Jedoch hatte Burkard die klar bessere Deckserie. 100/7 schossen Thorsten Wrobel aus Hildburghausen und Norbert Liedel von der SG Siegersdorf, die jeweils auch die gleichen Deckserien schossen und sich Platz 3 teilten.
Schützenmeister Gerhard Hartmann zeigte sich beeindruckt von der hohen sportlichen Leistung und erklärte, dass das 33. Großkaliber-Gewehrschiessen für 2016 schon fest eingeplant sei, zu einem ähnlichen Zeitpunkt wie in diesem Jahr. Vorher sei aber noch am 24. und 25. Oktober für die einheimischen Schützen und auswärtigen Gäste Gelegenheit, ihr Können beim 25. Selbstladegewehrschießen zu zeigen. red

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