Haßfurt

Haßfurt kämpft um Kreißsaal

klaus schmitt Die Stadt Haßfurt kämpft um die Erhaltung der Geburtshilfe-Station im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken. Das Krankenhaus an der Hofheimer Stra...
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klaus schmitt

Die Stadt Haßfurt kämpft um die Erhaltung der Geburtshilfe-Station im Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken. Das Krankenhaus an der Hofheimer Straße ist zwar keine städtische Einrichtung, denn es gehört zum Kommunalunternehmen Haßberg-Kliniken. Aber die Stadt möchte, dass weiterhin Kinder geboren werden mit Geburtsort Haßfurt.
Den Kampf um die Station, die von Schließung bedroht ist, führt Haßfurt nicht allein. In Bayern haben sich mehrere Gemeinden und Städte zusammengeschlossen, die in einer ähnlichen Situation sind. In Schrobenhausen unterzeichneten, wie die Stadt Haßfurt am Freitag mitteilte, neun Bürgermeister aus Bayern eine Resolution, in der sie für die Erhaltung der Geburtshilfe-Stationen in ihren Kliniken vor Ort eintreten.
Vor einigen Monaten hatte das Kommunalunternehmen verlauten lassen, dass es möglicherweise die Geburtshilfe-Station in der Haßfurter Klinik aus wirtschaftlichen Gründen schließen muss. Haßfurt hat die einzige Gynäkologie im Kreis Haßberge. Vor allem die Hebammen im Haßfurter Krankenhaus liefen Sturm gegen die Schließungspläne. Mit ihrem Protest haben sie erreicht, dass eine Schließung aufgeschoben wurde. Vielleicht könnte auf die Maßnahme ganz verzichtet werden, wenn die Zahl der Geburten deutlich steigt, hieß es. Es werden in der Zwischenzeit mehr Kinder in Haßfurt geboren, aber noch nicht so viele, wie nötig wären, um die Station zu erhalten. Hinter allem steckt das Problem, dass die Haßberg-Kliniken defizitär sind.


Für den ländlichen Raum

In Schrobenhausen trafen sich jetzt neun Bürgermeister, darunter das Haßfurter Stadtoberhaupt Günther Werner (FW), und unterschrieben die Resolution, die an die örtlichen Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie an die Minister Melanie Huml (Gesundheit) und Markus Söder (Finanzen, beide CSU) geht. Ungefähr 25 Kommunen in Bayern sind laut einem Schreiben des Schrobenhausener Bürgermeisters in einer ähnlichen Lage. In der Resolution fordern die Bürgermeister die Erhaltung der Geburtshilfe-Stationen als wichtigen Standortfaktor für die ländlichen Räume.

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