Bamberg
Berufsmesse 

Handwerk wirbt für sich

Noch bis Donnerstag können sich Schüler über Handwerksberufe informieren und auch praktisch ausprobieren, wofür sie das nötige Geschick mitbringen.
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Traumberuf Kfz-Mechatroniker: Erfahrene Fachleute erklärten, worauf es in diesem Beruf ankommt.  Foto: RiegerPress
Traumberuf Kfz-Mechatroniker: Erfahrene Fachleute erklärten, worauf es in diesem Beruf ankommt. Foto: RiegerPress
Noch vor zehn Jahren konnte sich der überwiegende Teil von Handwerksbetrieben genüsslich zurücklehnen. Denn es gab weitaus mehr Lehrstellensuchende als Ausbildungsplätze. Die Kammern mussten regelrecht Firmenchefs bitten und betteln, dass sie doch noch den ein oder anderen Lehrling mehr einstellen. Heute mittlerweile hat sich das Blatt gänzlich gewandelt. Es gibt fast mehr Lehrstellen als Auszubildende.
So können in manchen Berufen gar nicht mehr jedes Jahr alle Ausbildungsplätze besetzt werden. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Zum einen treibt es immer mehr junge Menschen auf die Gymnasien und später zur Universität und zum anderen sorgt die gute Konjunktur für volle Auftragsbücher bei den Handwerkern, wofür sie mehr qualifiziertes Personal brauchen.
Um gerade dieses zu bekommen hat die Handwerkskammer Oberfranken (HWK) vor einigen Jahren die Berufsmesse ins Leben gerufen. "Ziel ist es, die Vielseitigkeit des Handwerks zu zeigen. Alleine auf der Messe geben wir einen Einblick in rund 30 Berufe", schilderte zum Auftakt der Messe HWK-Präsident Thomas Zimmer. Vor allem aber könnten die Schüler sich nicht nur informieren, sondern auch selbst mit Hand anlegen und beispielsweise ausprobieren, ob sie den richtigen Dreh zum Brezelformen heraushaben.


1000 Schüler erwartet

Die Berufsmesse Handwerk findet bereits zum sechsten Mal auf dem Gelände des Berufsbildungs- und Technologiezentrum Bamberg (BTZ) statt und ist ein Gemeinschaftsprojekt der Handwerkskammer in Zusammenarbeit mit den Kreishandwerkerschaften, Innungen und 27 Schulen aus der Stadt und dem Landkreis Bamberg sowie dem Landkreis Forchheim. Sie richtete sich an Mittel- sowie Real- und Wirtschaftsschulen, aber auch an Gymnasien. Insgesamt werden an den drei Tagen über 1000 Schüler auf der Messe erwartet. An allen drei Abenden sind ferner die Eltern eingeladen, damit auch sie sich einen Überblick über das Berufsspektrum im Handwerk verschaffen können.
Die Bedeutung der Messe unterstrichen beim gestrigen Auftakt auch Bürgermeister Christian Lange (CSU) und Landrat Johann Kalb (CSU). Während Lange den jungen Menschen das richtige Händchen zum Finden für den Traumberuf wünschte, gestand Kalb, dass er gerne selbst Handwerker geworden wäre, wenn er nicht zwei linke Hände hätte. Aber es gebe immerhin 2500 Handwerksbetriebe im Landkreis, an die er sich vertrauensvoll wenden könne.
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