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Bamberg

Handwerk hat noch goldenen Boden

von unserem Mitarbeiter  Harald Rieger Bamberg — Ganz traditionell werden bei einer Freisprechungsfeier der Handwerker immer die Prüfungsbesten ausgezeichnet und mit kleinen Gesche...
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Die Prüfungsbesten: Sophie Brandstetter, Alexander Knauer und Nora Blase, mit Kreishandwerksmeister Manfred Amon (li.) und Matthias Graßmann, Vizepräsident der HWK Oberfranken Foto: RiegerPress
Die Prüfungsbesten: Sophie Brandstetter, Alexander Knauer und Nora Blase, mit Kreishandwerksmeister Manfred Amon (li.) und Matthias Graßmann, Vizepräsident der HWK Oberfranken Foto: RiegerPress
von unserem Mitarbeiter  Harald Rieger

Bamberg — Ganz traditionell werden bei einer Freisprechungsfeier der Handwerker immer die Prüfungsbesten ausgezeichnet und mit kleinen Geschenken belohnt. Die Auswahl der besten Prüflinge erfolgt dabei gewerkübergreifend, das heißt aus allen teilnehmenden Handwerksberufen. Bei der diesjährigen Sommerprüfung, die 112 Prüflinge erfolgreich absolviert haben, gab es jedoch ein Novum: Alle drei Sieger kommen aus einer Sparte, nämlich dem Schreinerhandwerk. "Und was noch bemerkenswerter ist, alle drei Prüfungsbesten sind im gleichen Betrieb, der Schreinerei Eugen Koch GmbH in Bamberg, ausgebildet worden", freute sich Kreishandwerksmeister Manfred Amon.


Ein "Wertpapier"

Amon empfahl allen erfolgreichen Prüflingen, ihr Prüfungszeugnis als Wertpapier zu betrachten. "Allerdings liegt es jetzt an Ihnen, alles zu tun, um den Wert Ihres Gesellenbriefes zu erhalten oder zu vermehren. Bauen Sie Ihre Kenntnisse und Fertigkeiten laufend aus und bleiben Sie immer up to date", appellierte der Kreishandwerksmeister. Er forderte die Junghandwerker auf, mit gutem Beispiel voranzugehen und zu zeigen, wie wichtig das Handwerk für die Allgemeinheit sei und welche attraktiven Beschäftigungsmöglichkeiten es biete. "Denn wir müssen uns verstärkt anstrengen, um Nachwuchskräfte zu gewinnen und den Fortbestand der Betriebe zu sichern", unterstrich Amon.
Matthias Graßmann, Vizepräsident der Handwerkskammer Oberfranken, würdigte das Handwerk als einen der größten Wirtschaftsbereiche in unserem Land. "In Deutschland gibt es eine Million Handwerksbetriebe mit 5,3 Millionen Beschäftigten und 371 000 Lehrlingen. 2014 wurde im Handwerk ein Umsatz von 533 Milliarden Euro erwirtschaftet. Und Sie, liebe Junghandwerker, gehören dazu."
Dass das Handwerk einen "goldenen Boden hat", versicherten auch Landrat Johann Kalb (CSU) und Bambergs Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner (SPD). "Sie sind gefragt in der Gesellschaft und wir alle können stolz sein auf unser Made in Germany", betonte Metzner.
Das Bäcker-Handwerk stellte mit 22 Gesellen und 17 Fachverkäufern die größte Zahl der Prüflinge. Dann folgten das Fleischer-Handwerk mit zehn Gesellen und sechs Fachverkäufern sowie das Schreiner-Handwerk mit neun Gesellen und sechs Holzfachwerkern. Das Metall-Handwerk hingegen stellte mit zwei Metallbauern und einem Metallfachwerker die kleinste Gruppe an Prüflingen. Hinzu kommen noch zwölf Bürokaufleute aus anderen Prüfungsbezirken.



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