LKR Bamberg
Auftakt 

Handeln für den Wandel

Das Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken startete in Bamberg.
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Melanie Huml referiert die Ziele des neuen Kompetenzzentrums. Foto: Ronald Rinklef
Melanie Huml referiert die Ziele des neuen Kompetenzzentrums. Foto: Ronald Rinklef
Der demographische Wandel ist eine der großen Herausforderungen und Aufgaben für die Kommunalpolitik. Also strömten Landräte, Bürgermeister und Verwaltungschefs, sowie Spitzenvertreter von Behörden, Kammern, Verbänden und Institutionen aus ganz Oberfranken zur "ersten operativen Sitzung" des neu gegründeten Demographie-Kompetenzzentrums Oberfranken, wie es Frank Ebert, Geschäftsführer von Oberfranken Offensiv formulierte.


Zunächst Bestandsaufnahme

Über Sinn und Zweck, Ziele und Aufgaben des vom Freistaat Bayern für vier Jahre geförderten Projekts, dessen Träger der Verein Oberfranken Offensiv ist und das Sitz mit drei Mitarbeitern in Kronach hat, informierte Staatsministerin Melanie Huml (CSU) die geladenen Kommunalpolitiker und Verwaltungsfachleute. Letztere hatten danach zwei Stunden Zeit, sich im Bildungszentrum der IHK in Bamberg in drei Fachforen zu Themenschwerpunkten auszutauschen und eine Bestandsaufnahme für Oberfranken zu erstellen.
Forum 1 widmete sich der "Sicherung der Daseinsvorsorge in Zeiten der Digitalisierung", Forum 2 dem Themenkomplex "Bauen, Wohnen Immobilien, Stadt und Dorferneuerung und Leerstandsmanagement". Das dritte der Foren beschäftigte sich schließlich mit dem Bereich Arbeitsmarkt, Fachkräfte, Infrastruktur".
Sich mit Demographie zu beschäftigen bedeute nicht nur, sich für die Zukunft mit einer älter werdenden Bevölkerung zu beschäftigen und für diese zu planen, führte Huml aus, die die Anwesenden in ihrer Funktion als Vorsitzende von Oberfranken Offensiv begrüßte. Demographie bedeute für die Politik auch, sich um die Attraktivität von Kommunen und Regionen für Jüngere zu kümmern. So habe es in Oberfranken zuletzt auch Jahre mit mehr Zu- als Wegzügen gegeben. "Das müssen wir in die Köpfe kriegen, denn das glaubt kaum einer", forderte Huml die Zuhörer auf.
"Wir müssen den Begriff Demographie ein Stück weit neu denken", ergänzte Ebert und verwies auf zuletzt steigende Geburtenzahlen und Bauanträge für Kindertagesstätten.
Die Größe des im IHK-Bildungszentrum versammelten Arbeitskreises ließ bei manchen Teilnehmern Skepsis ob dessen Effizienz aufkommen. Huml verwies jedoch darauf, dass es die Aufgabe des Kompetenzzentrums sei, Projekte anzustoßen und Veranstaltungen wie diese durchzuführen. Eines der drei Arbeitsfelder soll aber auch die Schaffung eines Informationspools sein. Dieser könne sowohl von der Zielgruppe, den oberfränkischen Kommunen und ihren Spitzengremien sowie den Fachverwaltungen der Regierung und der Landratsämter genutzt werden. Aber auch andere bayerische Kommunen könnten bei Interesse darauf zurückgreifen. Es müsse nicht jeder das Rad neu erfinden.


Als Pilotregion geeignet

Das Kronacher Kompetenzzentrum, das Anfang Dezember vergangenen Jahres offiziell aus der Taufe gehoben wurde, sei unter der Prämisse, "gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern" zu schaffen, eingerichtet worden, so Huml.
Bei der Auftaktveranstaltung in Kronach am 9. Dezember hieß es dazu: "Oberfranken ist als Pilotregion für das Kompetenzzentrum besonders geeignet."
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