Hallerndorf

Hallerndorf will etwas für Senioren tun

"Ein Ort schafft Mitte" lautete die Zukunftskonferenz, auf der vor anderthalb Jahren interessierte Hallerndorfer im Rathaussaal gemeinsam überlegt haben, wi...
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"Ein Ort schafft Mitte" lautete die Zukunftskonferenz, auf der vor anderthalb Jahren interessierte Hallerndorfer im Rathaussaal gemeinsam überlegt haben, wie die Ortsmitte von Hallerndorf gestaltet werden könnte.
Jetzt präsentierten Reinhold Sebald, der Bauträger aus Ebermannstadt, und Gabriele Macht, Geschäftsführerin von Gabis Krankenpflegeteam und Gabis Tagespflege, gemeinsam mit dem Architekten Horst Schorr erste Früchte dieser Überlegungen.


Abgerissene Scheune

Sie zeigten, wie es aussähe, wenn auf dem einstigen Standort der alten, nunmehr abgerissenen Scheune und der Wiese am Rathaus ein Gebäude errichtet würde.
Dort könnten ihren Überlegungen zufolge neben einer Wohngemeinschaft für betreutes Wohnen eine Tagespflege, eine Arztpraxis, eine Praxis für Physiotherapie und vielleicht ein Friseur einziehen. Während die Tagespflege und die zwölf kleinen Appartements der Wohngemeinschaft in der oberen Etage Platz hätten, könnten im Erdgeschoss zusätzlich zu den Gewerbeflächen vier Wohnungen entstehen.
In kleinen Dörfern und Gemeinden ist diese Art von betreutem Wohnen in kleineren Gruppen die Zukunft. Dieser Ansicht ist jedenfalls Gabriele Macht: "Die Leute sind begeistert, wenn sie rund um die Uhr versorgt werden."
Werner Fischer (WG Hallern-dorf) begrüßte das Konzept, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass die ortsansässigen Bürger bei der späteren Vergabe der Plätze bevorzugt werden sollten. Für Bürgermeister Torsten Gunselmann (FWG) ist diese Lösung gewissermaßen die eierlegende Wollmilchsau, da die Gemeinde für ein großes Seniorenwohnheim schlicht zu klein sei.


Rund drei Millionen Euro

Die Gemeinderäte votierten einstimmig für das vorgelegte Konzept. Der den Gemeindevertretern vorgestellte Plan diente dabei aber lediglich der Visualisierung der Idee und ist noch längst kein Entwurf.
Auch die Finanzierung eines derartigen Projektes ist noch völlig offen. Gunselmann schätzte, dass der finanzielle Atem der Gemeinde für ein solch großes Projekt nicht ausreiche. Er könne sich deshalb vorstellen, die drei in Hallerndorf ansässigen Geldinstituten als Investoren ins Boot zu holen. Auf die Frage von Mathias Erlwein (JAB), wie viel Geld die Umsetzung eines derartigen Konzeptes kosten würde, schätzte Sebald den Bedarf dafür auf rund drei Millionen Euro - ohne Grundstück allerdings.
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