Grafengehaig
Gemeinderat 

Halle soll barrierefrei werden

Das Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) macht's möglich: Der Markt Grafengehaig investiert 950 000 Euro in seine Frankenwaldhalle. Sie soll energetisch teilsaniert werden und einen behindertengerechten Zugang erhalten.
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40 Jahre alt wird in diesem Jahr die Frankenwaldhalle des Marktes Grafengehaig. Eine energetische Teilsanierung und Maßnahmen zur Barrierefreiheit sind dringend notwendig. Mit seinem kommunalen Investitionsprogramm (KIP) und einer 90-prozentigen Förderquote hat der Freistaat Bayern den Weg freigemacht, dass der Markt Grafengehaig die erforderlichen Arbeiten nun in Angriff nehmen und auch noch in diesem Jahr abschließen kann.
Der heimische Architekt Harald Schramm aus Eppenreuth stellte dem Marktgemeinderat auf seiner Sitzung am Montagabend das Projekt mit einem Kostenvolumen von rund 950 000 Euro vor. Aus dem KIP-Programm fließt eine staatliche Förderung von 765 000 Euro. Circa 200 000 Euro muss der Markt Grafengehaig in seinem kommunalen Haushalt 2017 zur Finanzierung an Eigenmitteln bereitstellen. Einmütig stimmten die Gremiumsmitglieder dem Vorhaben am Montag zu.
Laut Harald Schramm werden Betonsanierungsarbeiten nur an den Untersichten der Außenfassade erfolgen, wo an vielen Stellen bereits die Stahlarmierung sichtbar ist. Auszuwechseln sind Fenster und Türen, die durch pulverbeschichtete und dreifachverglaste Metallelemente ersetzt werden. Komplett erneuert werden die Dachflächen sowie die Attika und der Blitzschutz. Der barrierefreie Zugang wird mit einer rund 15 Meter langen Rampe mit Gitterrostauflage über den Haupteingang zum Foyer und zur Halle geschaffen und schlägt mit allein 66 000 Euro zu Buche. Zur Reduzierung des kommunalen Kostenanteiles sollen in das Gesamtprojekt Eigenleistungen durch den Bauhof wie das Entfernen der Sträucher oder Abbrucharbeiten eingebracht werden.
"Wir brauchen die Halle. Die Arbeiten sollen 2017 durchgeführt werden und bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Innen ist die 40 Jahre alte Frankenwaldhalle in einem guten Zustand", betonte Bürgermeister Werner Burger.


Zwei Förderprojekte

Nutzen will Grafengehaig der "Förderoffensive Nordbayern". Zur Beseitigung innerörtlicher Leerstände und zur Aufwertung der Ortskerne werden die Fördersätze auf 90 Prozent angehoben. Wie Bürgermeister Burger erklärte, werden Maßnahmen der Modernisierung und der Abbruch leerstehender Gebäude gefördert. Die Maßnahmen für 2017 müssen der Regierung von Oberfranken bis zum 28. Februar vorgestellt und beantragt werden. Der Marktgemeinderat war sich einig, dass im Rahmen der Dorfverschönerung das Gebäude Eppenreuth 18 (ehemals Ultsch) erworben und abgebrochen werden soll. Für 2018 ist vorgesehen, das Gebäude Grafengehaig Marktplatz 1 für Seniorenwohnungen zu sanieren.
Kennntis nahm der Marktgemeinderat von den Ausführungen Burgers zur geplanten Stromtrasse Ostbayernring und zum Ergebnis des Raumordnungsverfahrens. Laut Regierung von Oberfranken wurden die Trassen der Varianten C4a und C4b bei Neuensorg als nicht raumverträglich beurteilt. Die Variante C4c soll westlich von Vorderrehberg und Neuensorg in geringfügig größerem Abstand zu den Ortslagen verlaufen, wobei dem Schutz des westlich angrenzenden Waldbestandes Rechnung zu tragen ist. Weiterhin wurde auf die Forderung eingegangen den Ersatzbau in Erdverkabelung umzusetzen. Hierfür besteht jedoch nach derzeit geltender Rechtslage keine Grundlage. 2017 bis 2020 soll ein Planfeststellungsverfahren erfolgen, in dem der Trassenverlauf festgelegt wird.
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