Kronach

Halbzeitbilanz der Forstleute: Die drei gesetzten Schwerpunkte sind offenbar aufgegangen

Der Frankenwald ist Deutschlands "Waldgebiet des Jahres 2017". Der "Bund Deutscher Forstleute" (BDF) zeichnete die Region mit diesem Titel aus, weil hier be...
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Blick über die Ködeltalsperre Foto: Bayerische Staatsforsten
Blick über die Ködeltalsperre Foto: Bayerische Staatsforsten
Der Frankenwald ist Deutschlands "Waldgebiet des Jahres 2017". Der "Bund Deutscher Forstleute" (BDF) zeichnete die Region mit diesem Titel aus, weil hier bei der forstlichen Bewirtschaftung alle Leistungen des Waldes beispielhaft zu ihrem Recht kommen und ihre Wirkung für die Gesellschaft entfalten können. Förster und Waldbesitzer haben sich für das "Waldgebietsjahr" viel vorgenommen. Jetzt ziehen sie eine "Halbzeitbilanz".
Von Anfang an waren sich die Forstleute einig, die Auszeichnung dafür zu nutzen, die Region vorwärts zu bringen. Zusammen mit den Experten von Naturpark, Frankenwaldtourismus und Frankenwaldverein und mit Unterstützung von Bayerischer Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten wurde unter dem Motto "Frankenwald verbindet" ein Aktionsbündnis geschlossen. Drei Schwerpunkte ihrer Arbeit für den Frankenwald haben die Vertreter zu Beginn des Aktionsjahres formuliert. Und alle drei scheinen erfolgreich aufgegangen zu sein.

1. Lenkung des öffentlichen Interesses auf den Frankenwald
Bereits das Presseecho auf die Titelvergabe im Herbst war mit rund 200 Medienberichten in ganz Deutschland überwältigend - was noch einmal anlässlich der Preisverleihung im März in Neufang wiederholt werden konnte. Zusätzlich zum medialen Interesse wurden auch die Menschen weit über die Region hinaus auf den Frankenwald aufmerksam gemacht: Auf der "Grünen Woche" in Berlin und der "Freizeitmesse" in Nürnberg warb die Region erfolgreich als "Waldstandort" für sich. Und die Saat scheint aufzugehen. Allein die Förster verzeichnen große Aufmerksamkeit in der "forstlichen Welt": Die jährliche Führungskräftetagung der Bayerischen Staatsforsten und die Tagung "Baum des Jahres" der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald finden im Herbst im Frankenwald statt. Zahlreiche forstliche Exkursionen und Gruppenreisen sind angemeldet, die Zahl der Nachfragen nach Jagdgelegenheiten in Verbindung mit Kurzurlauben steigt deutlich.

2.
Unterstützung der gewachsenen positiven Entwicklungsprozesse
Viele Gemeinden, Vereine und Verbände haben das Angebot der Forstleute angenommen, ihre Aktionen und Projekte unter dem Motto "Frankenwald verbindet" zu unterstützen. Die Himmelfahrt-Sternwanderung des Frankenwaldvereins in der Schnaid wurde als "Frankenwaldfest" mitgestaltet, entsprechend ist für die Herbst-Sternwanderung am 17. September in Nurn ein großes "Waldarbeitsfest" geplant. Das "Kohlenmeilerfest" am 15. und 16. Juli in Kleintettau steht mit einem umfangreichen Waldprogramm ebenfalls ganz im Zeichen des "Waldgebietes". Genauso wichtig sind den Forstleuten auch die praktischen Investitionen in die touristische Infrastruktur: Ein Beispiel sind die vom Forstrevier angefertigten Ruhebänke als erster Schritt für die umfassende Neukonzeption und Ausstattung des Waldlehrpfades/Steinwiesen.

3. Aktivierung zukunftsweisender Projekte für die Region
Nicht nur 2017 soll der Frankenwald vom "Bündnis für den Wald" profitieren. Entscheidend sind aus Sicht der Forstleute die Impulse für die Zukunft, die vielfach unmittelbar aus dem "Waldgebiet des Jahres" entstanden sind. Die Bayerischen Staatsforsten bilden ab dem Jahr 2017 dauerhaft junge Forstwirte im Frankenwald aus. Der Forstbetrieb Rothenkirchen errichtet dafür eine moderne Ausbildungswerkstatt in Holzbauweise. Forstunternehmer Ralf Kremer forderte als Diskussionsteilnehmer weitergehende Studien- und Fortbildungsprojekte im Sektor "Forst und Holz" und trieb diese Vision mit der Unterstützung überörtlicher Fachverbände erfolgreich voran. Die Besinnung auf den Wald als wichtige Zukunftsressource des Menschen muss bereits bei den Kleinsten beginnen. Im Jugendwaldheim Lauenstein werden durch die Forstverwaltung erstmals Erzieherinnen und Erzieher der Region gezielt in der Waldpädagogik fortgebildet. Seit dem Erfolg des Baumwipfelpfades bei Ebrach sind große Walderlebnisprojekte als Grundlage für die touristische Entwicklung in aller Munde. Hierzu gibt es im Frankenwald viele Gespräche. Hier scheinen der Fhantasie keine Grenzen gesetzt. red


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