Obertrubach

Halbes Jahrhundert Hilfe

Obertrubach — Die Katholische Arbeiterbewegung (KAB), Ortsverband Obertrubach, feierte ihr 50. Jubiläum. Im gutbesuchten Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius ging Pfa...
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Margarete Reichel, Gertrud Habermann, Johann Habermann, Stefan Arnold, Elisabeth Ritter, Waltraud Reichel, Katharina Singer, Präses Pfarrer Werner Wolf, Diözesansekretärin Maria Gerstner; sitzend Renate Lang, Berta Maier sowie Annemarie Grießinger bei der Ehrung (v.l.) Foto: Franz Galster
Margarete Reichel, Gertrud Habermann, Johann Habermann, Stefan Arnold, Elisabeth Ritter, Waltraud Reichel, Katharina Singer, Präses Pfarrer Werner Wolf, Diözesansekretärin Maria Gerstner; sitzend Renate Lang, Berta Maier sowie Annemarie Grießinger bei der Ehrung (v.l.) Foto: Franz Galster
Obertrubach — Die Katholische Arbeiterbewegung (KAB), Ortsverband Obertrubach, feierte ihr 50. Jubiläum. Im gutbesuchten Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius ging Pfarrer Werner Wolf auf die wichtigen Aufgaben der KAB ein.
"Bleiben wir hinter unseren Gartenzäunen hocken und dämmern so dahin oder setzen wir uns im Blick auf die christliche Soziallehre wie bisher für die Belange und Rechte der arbeitenden Menschen ein", fragte er auffordernd die Gläubigen. Wolf verwies auf den belgischen Priester Josef Cardijn, der sich vehement für die entrechteten und ausgebeuteten Arbeiter in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einsetzte. Im gleichen Zug nannte Wolf den Mainzer Bischof Wilhelm Emanuel Ketteler, der die christliche Arbeiterbewegung entscheidend mitformte.
In der Gabenprozession brachten Gläubige diverse Symbole zum Altar. Den Berg Ordner für Menschen, die in Arbeit immer mehr ertrinken, den Gewerkschaftshelm für Menschen, die sich für andere einsetzen. Das Handy stand hier für Stress und Hektik, die Krankmeldung unter anderem für Psychoterror. Schließlich die roten Nelken als Symbol der internationalen Arbeiterbewegung, als Zeichen von Solidarität und Gemeinschaft.
Dazu kamen Brot und Wein als Zeichen für Christi Leib und Blut. Der eigentliche Festakt zum Jubiläum fand anschließend in der benachbarten Begegnungsstätte statt.
Vorsitzender Stefan Arnold freute sich über den regen Besuch und zeigte in einem kurzen Rückblick die aktive, prägende Rolle der KAB in Obertrubach. Dort wurde am 12. Dezember 1965 im Gasthaus "Zur Post" unter Präses Pfarrer Emil Lorenz der Ortsverband Obertrubach gegründet. Erster Vorsitzender war Georg Lang, sein Stellvertreter Friedrich Reichel. Der Ortsverband zeigt über die Jahre eine sehr ausgeglichene Besetzung. Waren es damals Männer, die den Takt angaben, hat sich das längst geändert. "Bei uns ist die Frauenquote längst Realität", meinte Arnold. Traditionell wird die KAB Spitze immer von Mann und Frau besetzt.
Mit Waltraud Reichel und Maria Gerstner ehrte Stefan Arnold Mitglieder für 25 und 50 Jahre Treue zum Verband. gal

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