Neudrossenfeld
Gemeinderat 

Halbe Million fließt in den Straßenbau

In Neudrossenfeld stehen 2016 umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Autofahrer sollen mit Plänen zu den Parkplätzen gelotst werden.
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Der Gemeinderat will die Straße von Neudrossenfeld nach Pechgraben sanieren. Foto: Horst Wunner
Der Gemeinderat will die Straße von Neudrossenfeld nach Pechgraben sanieren. Foto: Horst Wunner
Die Suche nach geeigneten Parkplätzen in Neudrossenfeld ist für auswärtige Gäste ein Problem. Die meisten fahren zum Schlossplatz und zum Marktplatz, wo Kirche, Schloss und Bräuwerck fußläufig ganz nahe sind. Allerdings sind dort die Parkmöglichkeiten begrenzt. Nun will der Gemeinderat mit einem Verkehrsleitplan für eine bessere Orientierung sorgen.
Aufgestellt werden sollen 1,85 mal 1,25 Meter große Tafeln, auf denen die Besucher auf den richtigen Weg zu den Parkplätzen gelotst werden.


Vier Standorte

Das Vorhaben brachten Bürgermeister Harald Hübner (CSU) und Verwaltungsleiter Rainer Schimpf zur Sprache. Nach ihren Vorstellungen soll es vier Standorte geben: Auf der alten Bundesstraße 85 vor der Einmündung in die Bergmühlgasse, in der Nähe der Obstpresse, vor dem Ortsbeginn aus Richtung Pechgraben und aus RichtungWaldau.
Ausgiebig setzte man sich mit der Gestaltung der Leittafeln auseinander. Zweite Bürgermeisterin Michaela Schirmer (SPD) nannte den Entwurf der Firma Brennicker wenig einprägsam. "Das ist Geschmackssache", sagte dazu Schimpf. Peter Rösch (FW) regte noch an, für das Sportgelände und die Ausstellungshalle eine extra Beschilderung unabhängig vom Leitsystem anzubringen.
Die verschiedenen Meinungen fasste Hübner zusammen und schlug vor, die Darstellung der Wege zu den Parkplätzen nochmals von der Firma überarbeiten zu lassen und die Räte über das Ergebnis zu informieren. Ausgaben werden bis zu einer Summe von 3500 Euro übernommen. Mit diesem Vorgehen zeigte sich das Gremium geschlossen einverstanden.


"Sanierung ist dringlich"

"Die Sanierung unserer Gemeindestraßen ist dringlich und hat für mich Priorität", betonte der Bürgermeister beim weiteren Tagesordnungspunkt Straßenausbau. Er nannte bereits Kosten, die in den Haushalt 2016 aufgenommen werden, damit rechtzeitig Angebote eingeholt werden können und die Planungen schnell beginnen. "Wir wollen im nächsten Jahr bald in den Startlöchern stehen".
Der Aufwand für die Gemeindeverbindungsstraße von Neudrossenfeld nach Pechgraben, die eine neue Asphaltdecke braucht, ist mit etwa 162 000 Euro veranschlagt, das Reststück der Straße von Waldau nach Schwingen schlägt voraussichtlich mit 88 500 Euro zu Buche. Außerdem will man in Schwingen die Fahrbahn erneuern, was etwa 46 500 Euro zur Folge hat. Weiterhin besteht ein Sanierungsbedarf für ein 270 Meter langes Stück Weg nach Buch am Sand ab der Kreisstraße. Hier ist mit rund 160 000 Euro inklusive Planungskosten und Grunderwerb zu rechnen. Ein Teil des Grabens muss ebenso verroht werden.
Trotz der beachtlichen Gesamtsumme von knapp 460 000 Euro hatte der Gemeinderat keine Einwendungen und gab grünes Licht. Björn Sommerer (FuG) wies noch darauf hin, dass bei der Maßnahme zwischen Neudrossenfeld und Pechgraben die Verkehrsberuhigung im Bereich von Schule und Baugebiet "Am Wald" mit einbezogen werden soll.


Hebesätze unverändert

Seit Jahren unverändert bleiben die Hebesätze für die Steuern. Sie wurden für 2016 für land- und forstwirtschaftliche Betriebe und für Grundstücke auf 300 von Hundert festgelegt, der Gewerbesteuerhebesatz beträgt weiter 320 von Hundert. "Damit bleiben wir attraktiv und sind auch gegenüber den Grundstückseigentümern großzügig", sagte Bürgermeister Hübner.
Mehr Formsache waren die künftige Übernahme der Abwasseranlage Schwingen und der Abwasseranlage Waldau durch den Abwasserzweckverband Rotmaintal. Die dafür notwendige Satzung beschloss der Gemeinderat einstimmig.
Die Rot-Kreuz-Bereitschaft Neudrossenfeld bekommt Zuschüsse für eine neue Reanimationspuppe und für einen Übungsdefilbrillator mit insgesamt 500 Euro. Franz Klatt (SPD) warb als Arzt für eine solche Unterstützung.
Der Wasserwart kann künftig an der Wasseranlage Pechgraben über einen Rechner mit Internetanschluss Steuer- und Regelbefehle aus der Ferne ausführen. Das Gremium erteilte der Firma WFS den Auftrag zum Angebotspreis von15 972 Euro.
Ob in Neudrossenfeld eine Installation zweier E-Ladesäulen verwirklicht werden kann, ist noch nicht klarg. Es wird jedoch eine entsprechende Bewerbung abgegeben, die Verwaltung holt dazu noch notwendige Erkundungen ein.
Die Bauvoranfrage von Petra Dörnhöfer aus Altdrossenfeld, die im Baugebiet "AmWeinberg" ein Wohngebäude mit Praxis errichten will, wurde befürwortet unter Befreiung von den Festsetzungen des Bebaungsplanes. Nur Peter Rösch stimmte dagegen, weil er das Gesuch erst - wie sonst üblich - im Bauausschuss vorbehandelt haben wollte.
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